Rechtssicherheit durch Rechtswissenschaft 978-3-16-153577-2 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Rechtssicherheit durch Rechtswissenschaft

Hrsg. v. Jan C. Schuhr

2014. VIII, 244 Seiten.

Recht - Wissenschaft - Theorie 9

59,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-153577-2
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Recht nützt nur, wenn es das geregelte Verhalten und juristische Entscheidungen vorhersehbar macht. Der Band greift die Frage auf, wie dies gelingen und was die Rechtswissenschaft dazu beitragen kann. Dabei werden insbesondere Ergebnisse der Wissenschaftstheorie und Sprachphilosophie verarbeitet.
Rechtssicherheit zu bewirken, gehört zu den Kernzielen des Rechts. Welchen Beitrag gerade die Rechtswissenschaft zur Annäherung an dieses Ziel leisten kann, ist indes weitgehend ungeklärt. Juristen im Allgemeinen und Rechtswissenschaftler im Besonderen stehen diesem Ziel oft ebenso zustimmend wie ratlos und skeptisch gegenüber; ein einfacher Weg zur Erreichung des Ziels will sich nicht aufdrängen. Insbesondere in der Wissenschaftstheorie und Sprachphilosophie wurden im vergangenen Jahrhundert bedeutende Fortschritte im Verständnis von Exaktheit und Vagheit, Bedeutung und Interpretation, Objektivität, Gewissheit, Voraussehbarkeit, Planbarkeit, Theoriebildung und der dazu jeweils von den handelnden Subjekten einzunehmenden Rolle und Haltung gemacht. Sie ermöglichen es, solche Fragen auch mit Blick auf das Recht neu zu stellen und dabei zu untersuchen, was die Rechtswissenschaft zu mehr Rechtssicherheit beitragen kann.
Inhaltsübersicht
Vorwort
Jan C. Schuhr: Projektskizze: Rechtssicherheit durch Rechtswissenschaft
Rechtssicherheit, Richtigkeit und Gerechtigkeit
Susanne Beck: Die Suggestion einzig richtiger Entscheidungen im Recht – notwendig oder vermeidbar? – Carsten Bäcker: Rechtssicherheit oder Richtigkeit? – Von der Radbruchschen Formel zurück zum Primat der Rechtssicherheit
Rechtssicherheit, Logik und Rechts- bzw. Wissenschaftstheorie
Andreas Funke: Die Konstellation der Rechtssicherheit – Zwei Thesen des Rechtspositivismus im Lichte pragmatischer Hermeneutik – Kyriakos N. Kotsoglou: Der normative Zugang zur Welt – Zur Theorie rechtsdogmatischer Strukturen – Jan C. Schuhr: Rechtswissenschaft und axiomatische Methode – Logik und Theoriebildung als Beitrag zu mehr Rechtssicherheit
Rechtssicherheit, Methodik und Dogmatik
Hans Kudlich/Mustafa Temmuz Oğlakcıoğlu: Rechtsprechung im Spannungsfeld zwischen kurz- und langfristiger Rechtssicherheit – Adrian Künzler: Wettbewerbspolitik im Spannungsfeld zwischen ökonomischer Einzelfallbeurteilung und Rechtssicherheit – Bemerkungen zur Wissenschaftsorientierung und den Grenzen einer 'Verwissenschaftlichung' des Rechts – Benno Zabel: Rechtssicherheit und Prävention – Über ein Dilemma des modernen Stafrechts
Personen

Jan C. Schuhr Geboren 1975; seit 2006 Akad. Rat a.Z. am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie der Universität Erlangen-Nürnberg sowie als Rechtsanwalt tätig.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Fachbuchkritik.de — http://www.fachbuchkritik.de/html/rechtssicherheit_durch_rechtsw.html (01/2015)
In: Nordrhein-Westfäl.Verwaltungsblätter — 2016, 44 (Kolja Naumann)
In: Revue Hellenique des Droits de l'homme — 2015, Nr. 65, 719
In: Rechtsphilosophie — 2018, 433–445 (Ulrich Jan Schröder)