Religiöse Neutralität und Rundfunkfreiheit 978-3-16-152610-7 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Dan Bastian Trapp

Religiöse Neutralität und Rundfunkfreiheit

Drittsendungsrechte für Religionsgemeinschaften

2013. XI, 236 Seiten.

Jus Ecclesiasticum 107

69,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-152610-7
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Der öffentlich-rechtliche und der private Rundfunk sind gesetzlich verpflichtet, bestimmten Religionsgemeinschaften auf Wunsch angemessene Sendezeiten einzuräumen. Dan Bastian Trapp untersucht die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen, unter denen der in religiösen und weltanschaulichen Dingen zu Neutralität verpflichtete Staat Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften solche besonderen Zugangsrechte einräumen darf.
Der moderne Öffentlichkeitsbegriff bestimmt das enorme verfassungsrechtliche Gewicht des Rundfunks als Medium und Faktor der öffentlichen Meinungsbildung im demokratischen Staat. Rolle und Funktion von Kirchen und Religionsgemeinschaften dagegen drohen in einer pluralisierten und säkularisierten Gesellschaft unklar zu werden. Drittsendungsrechte für Religionsgemeinschaften lassen sich als strukturelle Integration alternativer Rationalitäten in die Öffentlichkeit der Massenmedien verstehen. Im Schnittfeld von Staatskirchen- bzw. Religionsverfassungsrecht einerseits, und Rundfunkfreiheit andererseits, untersucht Dan Bastian Trapp die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung des Verhältnisses von Staat und Religionsgemeinschaften. Dabei erweist sich die historisch gewachsene Konstruktion religiöser Drittsendungsrechte als praktisches Beispiel für einen reflexiv-aufgeklärten Umgang des Staates mit Religion.
Personen

Dan Bastian Trapp Geboren 1979; Studium der Rechtswissenschaften in Bonn; 2010–13 Juristischer Vorbereitungsdienst im Oberlandesgerichtsbezirk Köln; 2012 Promotion; seit 2013 Akademischer Rat a.Z. an der Universität Bonn.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr. f. Evang. Kirchenrecht — 2014, 407–409 (Johannes Kuntze)
In: Ufita — 2014, 935–936 (Manfred Rehbinder)