Religiöse Vereine in der römischen Antike 978-3-16-147771-3 - Mohr Siebeck
Religionswissenschaft

Religiöse Vereine in der römischen Antike

Untersuchungen zu Organisation, Ritual und Raumordnung
Hrsg. v. Ulrike Egelhaaf-Gaiser u. Alfred Schäfer

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fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-147771-3
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In diesem Band werden literarische, epigraphische und archäologische Quellen zu den religiösen Vereinen der römischen Antike untersucht: Gefragt wird nach der spezifischen Qualität religiöser Vereine, nach Trägern, Mitgliedern und Organisationsstrukturen und nach der Raumgestaltung der Vereinsbauten. Schließlich wird das Verhältnis zu christlichen Gemeinschaften erörtert.
Innerhalb eines weitgespannten chronologischen und geographischen Rahmens – von der römischen Republik bis zur Spätantike und von Rumänien über Kleinasien und Italien bis Afrika – werden in diesem Band die religiösen Vereine der römischen Antike und auch deren Verhältnis zu christlichen Gemeinschaften untersucht. Die Dokumentation epigraphischer, literarischer und archäologischer Einzelbefunde wird dabei in einen systematischen Fragehorizont gestellt.
Zuerst stehen die Träger und Mitglieder sowie die Organisation und soziale Struktur der Vereine im Vordergrund. Gefragt wird nach den spezifischen Charakteristika eines 'religiösen Vereins', dem Verhältnis von privat initiierter Religion zur staatlich organisierten Kultpraxis, der besonderen Bedeutung der Mahlgemeinschaft und dem Zeitrhythmus der Zusammenkünfte. Untersucht werden auch verschiedene Strategien zur Identitätsstiftung, zur Ausbildung einer kollektiven Erinnerung sowie die Konkurrenzsituation innerhalb des vielfältigen 'religiösen Marktes'.
Anschließend wird die Gestaltung der Vereinsbauten thematisiert: Es werden Raumfunktion und Raumerfahrung sowie Elemente der dekorativen Ausstattung analysiert, mittels derer die differenzierte interne Hierarchie visualisiert und zugleich das Gemeinschaftsgefühl einer geschlossenen Gruppe propagiert werden konnte. Darüber hinaus wird die Einbindung der Vereinsbauten in den städtischen Kontext und die Vernetzung verschiedener Handlungsräume im Alltag untersucht.
Personen

Ulrike Egelhaaf-Gaiser Geboren 1967; 1987–94 Doppelstudium der Griechischen und Lateinischen Philologie und Klassischen Archäologie in München und Tübingen; 1994–95 Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Klassische Philologie in Tübingen; 1998 Promotion; 1998–99 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften Berlin; seit 1999 wissenschaftliche Assistentin am Institut für Klassische Philologie Gießen.

Alfred Schäfer Geboren 1963; 1986–94 Studium der Klassischen Archäologie und Geschichte an der Universität zu Köln; 1994 Promotion; 1994–95 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln; 1996–2002 Wissenschaftlicher Assistent; seit 2002 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Winckelmann-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Jahrbuch f.Antike und Christentum — Jg.46 (2003), S.165f (Frank M. Ausbüttel)
In: Verkündigung u. Forschung — 55 (2010), S. 71–79 (Eva Ebel)
In: Anzeiger f.d.Altertumswissenschaft — Bd.56 (2003), H.3/4, Sp.157
In: Klio — Jg.86 (2004), H.2, S.480f (Uta-Maria Liertz)
In: Rivista di Archeologia Cristiana — Jg.80 (2004), S.356ff (Stefan Heid)
In: De Stem van het Boek — Jg.14 (2003), H.2, S. 6
In: L'Antiquité Classique — Jg.74 (2005), S.425f (Georges Raepsaet)
In: Kunstbuchanzeiger.de — www.kunstbuchAnzeiger.de
In: Biblische Zeitschrift — Jg.47 (2003), H.2, S.507 (Hans-Josef Klauck)
In: New Testament Abstracts — Vol.46 (2002), H.3, S. 586
In: Revue d'histoire et de Philosophie Religieuses — Jg.83 (2003), H.3, S. 355f (J.-M. Prieur)
In: Theologische Literaturzeitung — Jg.129 (2004), H.7/8, Sp.747ff (Markus Öhler)