Seinsgeschichte und phänomenologischer Realismus 978-3-16-153466-9 - Mohr Siebeck
Philosophie

Tobias Keiling

Seinsgeschichte und phänomenologischer Realismus

Eine Interpretation und Kritik der Spätphilosophie Heideggers

2015. X, 507 Seiten.

Philosophische Untersuchungen 37

69,00 €
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ISBN 978-3-16-153466-9
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Die Ontologie soll geschichtlich werden, und zugleich soll sie sich an das Erscheinen der Dinge halten. Wie geht das zusammen? Tobias Keiling legt eine systematische Interpretation dieser beiden Grundgedanken der Philosophie Martin Heideggers vor. Nur in einem genuin phänomenologischen Realismus verbinden sich der ontologische Anspruch und der phänomenologische Ansatz der Philosophie.
Heideggers Philosophie nach Sein und Zeit ist von dem Gedanken geprägt, dass Sein geschichtlich verstanden werden muss. Zugleich vertritt Heidegger aber etwa in Bauen Wohnen Denken und Das Ding die These, dass es einzelne Dinge sind, an denen die Welt erscheint. Wie diese beiden Überlegungen zusammengehen können, lässt sich nur in einer systematischen Interpretation erschließen. Heideggers Denken wird so als »phänomenologischer Realismus« verständlich. Tobias Keiling zeigt, wie sich dieser phänomenologische Realismus aus Heideggers Interpretationen von Kant und Hegel ergibt und sich auf die Phänomenologie Husserls zurückbezieht. Einleitend wird die Bedeutung von Heideggers Denken in aktuellen Debatten um einen metaphysischen Realismus verortet. Im Gedanken, dass Dinge kulturelle Formationen erschließen, wird Heidegger auch zum Vordenker einer Diskussion um Dinglichkeit und Materialität in den Kulturwissenschaften.
Personen

Tobias Keiling ist derzeit Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung am Somerville College der University of Oxford.
https://orcid.org/0000-0001-6076-8431

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Berliner Zeitung — 31. März 2015, S. 24 (Dirk Pilz)
In: Existentia — 25 (2015), S. 52
In: Frankfurter Rundschau — 30. März 2015 (Dirk Pilz)
In: Bulletin heideggérien — 6 (2016), S. 150–156 (Ovidiu Stanciu)
In: Journal Phänomenologie — 47 (2017), S. 91–95 (Maximilian Gregor Hepach)
In: Phenomenical Reviews — http://reviews.ophen.org/2017/07/02/ (Thomas Arnold)