Rechtswissenschaft

Shpetim Bajrami

Selbstverteidigung gegen nichtstaatliche Akteure

Eine Systematisierung und Auswertung der unwilling or unable-Doktrin

2022. XVIII, 386 Seiten.

Jus Internationale et Europaeum 188

94,00 €
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fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-161548-1
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Staaten greifen zunehmend auf militärische Gewalt gegen nichtstaatliche Akteure zurück. Ob und wie nichtstaatliche Akteure in das Selbstverteidigungsrechtsregime einbezogen werden können, ist eine zentrale Frage des modernen Friedenssicherungsrechts. Shpetim Bajrami untersucht den völkerrechtsdogmatischen Rahmen, beleuchtet die methodischen Anforderungen an einen Rechtswandel und wertet anhand der entwickelten Maßstäbe die Staatenpraxis – insbesondere mit Blick auf die unwilling or unable-Doktrin – aus.
Staaten greifen zunehmend auf militärische Gewalt gegen nichtstaatliche Akteure zurück. Ob und wie nichtstaatliche Akteure in das Selbstverteidigungsrechtsregime einbezogen werden können, ist eine zentrale Frage des modernen Friedenssicherungsrechts. Shpetim Bajrami untersucht den völkerrechtsdogmatischen Rahmen, beleuchtet die methodischen Anforderungen an einen Rechtswandel und wertet anhand der entwickelten Maßstäbe die Staatenpraxis – insbesondere mit Blick auf die unwilling or unable-Doktrin – aus.
Inhaltsübersicht
Einführung
1. Kapitel: Dogmatische Grundlagen
A. Grundkonstruktion des Selbstverteidigungsrechts von Staaten gegen nichtstaatliche Akteure
B. Nichtstaatliche Akteure als Initianten des bewaffneten Angriffs
C. Die Intensitätsschwelle des bewaffneten Angriffs für nichtstaatliche Akteure
D. Anforderungen an die Rechtfertigung der Souveränitätsverletzung des Aufenthaltsstaates
E. Dogmatische Konsequenzen für Art. 51 UN-Charta
F. Zusammenfassung

2. Kapitel: Die unwilling or unable-Doktrin
A. Die ungenauen Konturen der unwilling or unable-Doktrin
B. Rechtliche Konstruktionsmodelle der unwilling or unable-Doktrin
C. Strukturelle Risiken der unwilling or unable-Doktrin
D. Zusammenfassung

3. Kapitel: Methodische Rahmenbedingungen eines Rechtswandels
A. Einführung in die Problematik
B. Grundsatzfragen des methodischen Rahmens des Friedenssicherungsrechts
C. Konkrete methodische Voraussetzungen zur Ermittlung einer Veränderung des Selbstverteidigungsrechts
D. Fazit, Auswertungsschema und Folgerungen für die weitere Vorgehensweise

4. Kapitel: Die Staatenpraxis
A. Einleitung
B. Fallstudien
C. Ergebnisse der Fallstudien
Zusammenfassung und Fazit
A. Zusammenfassung
B. Das Gesamtbild der Staatenpraxis
C. Fazit
Personen

Shpetim Bajrami Geboren 1991; Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Düsseldorf; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Internationales Recht, Europarecht und Öffentliches Recht an der Bucerius Law School; 2019 Forschungsaufenthalte am Lauterpacht Centre in Cambridge und am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz; 2022 Promotion; Rechtsreferendariat am Hanseatischen Oberlandesgericht.

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