Sicherheit und Freiheit in der Rechtsphilosophie 978-3-16-154529-0 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Kay Waechter

Sicherheit und Freiheit in der Rechtsphilosophie

2016. VIII, 110 Seiten.
39,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-154529-0
lieferbar
Das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit hat eine lange Geschichte in der (Rechts-) Philosophie. Die Kenntnis der damit verbundenen Fragestellungen und Positionen wichtiger Philosophen befähigt zum besseren Verständnis und zur kritischen Stellungnahme in Bezug auf die aktuelle Diskussion zu Sicherheit und Freiheit.
Die Philosophie hat sich von der Antike bis in die Moderne immer wieder mit dem Verhältnis von Freiheit und Sicherheit befasst. Die unterschiedlichen theoretischen Einbettungen haben aber zu ganz verschiedenen Ergebnissen für die Bestimmung dieser Relation geführt. Dieser Befund betrifft sowohl das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit zueinander wie die damit verbundenen Fragestellungen: Welche Arten von Bedrohungen sind (rechts-) philosophisch interessant? Wie entstehen diese Bedrohungen? Was kann man gegen sie tun? Was darf man gegen sie tun? Wer soll etwas tun?
Die Antworten sind abhängig beispielsweise von der Frage, ob der Vorrang beim Individuum oder beim Kollektiv liegt, was sich aus der jeweiligen Naturzustandskonzeption ableiten lässt. Die Ansicht zur Entstehung von Gefahren durch das Handeln von Individuen beruht offenbar auf der jeweilig vertretenen Handlungstheorie, die beschreibt, wie Verhaltensweisen zustande kommen. Dagegen sind Gefahren für die staatliche Stabilität stets eng mit soziologischen Einschätzungen verbunden.
Erkennbar ist auch, dass Annahmen über die Verletzbarkeit von Gütern erhebliche Konsequenzen für das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit haben. Der Grad von Verletzlichkeit liegt nicht fest, sondern ist auch Resultat von Denkmodellen und gesellschaftlichen Einschätzungen.
Die Modellabhängigkeit der Antworten auf das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit relativiert aktuelle Antworten und verdeutlicht die vielfachen Positionen, die eine Gesellschaft in dieser Frage beziehen kann.
Personen

Kay Waechter Studium der Rechtswissenschaften und Philosophie in Freiburg i. Br. und Berlin; Universitätsprofessor in Hannover, Richter am niedersächsischen Oberverwaltungsgericht Lüneburg.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Göttingische Gelehrte Anzeigen — 2018, 74–84 (Dietmar von der Pfordten)
In: Revue de l'IFHA — https://ifha.revues.org/8544 (2/2017) (Philipp Siegert)
In: Revue Hellenique des Droits de l'homme — 2018, Nr. 77, 745
In: Polizei-Newsletter — http://polizei-newsletter.de/wordpress/?cat=1 (12/2016) (Holger Plank)