Sprache – Recht – Gesellschaft 978-3-16-151829-4 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Sprache – Recht – Gesellschaft

Hrsg. v. Carsten Bäcker, Matthias Klatt u. Sabrina Zucca-Soest

2012. X, 362 Seiten.
84,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-151829-4
lieferbar
Referenten aus den Gebieten der Rechtswissenschaft, der Philosophie, der Linguistik und der Politikwissenschaft beantworten grundlegende und aktuelle Fragen im Feld von Sprache, Recht und Gesellschaft.
Sprache ist ein soziales Phänomen. Sie ist für Gesellschaft und Recht grundlegend. Sprache formt das Recht als Sollensordnung. Zugleich ist sie selbst normativ strukturiert. Auf diesem ambivalenten Verhältnis von Sprache und Recht gründen intersubjektive Verständigung und politische Ordnung. Der interdisziplinäre Band hat diese Relationen zum Gegenstand. Die Autoren untersuchen das komplexe Verhältnis von Sprache, Recht und Gesellschaft anhand von drei ausgewählten, aktuell besonders virulenten Themenstellungen. Diskutiert werden die Zusammenhänge der Hermeneutik von Recht als gesellschaftlicher Institution, Sprache und juristischer Argumentation und schließlich von Recht, Sprache und Kultur. Dabei liegen den Beiträgen jeweils gemeinsame Leitfragen zugrunde, die aus Sicht der jeweiligen Disziplin beantwortet werden. Der Band bezeugt damit auch ein besonders innovatives Format interdisziplinärer Zusammenarbeit.
Inhaltsübersicht
Vorwort Teil 1: Zur Hermeneutik von Recht als gesellschaftlicher Institution Sabrina Zucca-Soest: Zur Hermeneutik von Recht als gesellschaftlicher Institution – Bernhard Herrlich: Recht normativ und pragmatisch – Jens Olesen: Von Deutungsmacht und wie Deutung Macht macht – Roland Lhotta: Die konstitutive Wirkung des Rechts und seiner Sprache: Judizielle Governance als diskursiver Wettbewerb um Deutungshoheit – Christian Thein: Zur Dialektik von Sprache, Recht und kritischer Vernunft – Julia Hänni: Juristische Hermeneutik: Die Sinnermittlung der Juristen – Sergio Dellavalle: Das Recht als positiv-formalisierte Sprache des gesellschaftlich verbindlichen Sollens Teil 2: Sprache und juristische Argumentation Matthias Klatt: Die Bedeutung von Normen – Ulfrid Neumann: Sprache und juristische Argumentation – Ekkehard Felder: Unendliche Semiose im Recht als Garant der Rechtssicherheit – Tobias Herbst: Das Besondere der juristischen Interpretation – Erasmus Mayr: Juristische Normen, Interpretation und Bedeutungsskepsis – Christian Barth: Sprachliche Bedeutung im juristischen Diskurs – Matthias Kiesselbach: Was sagt das Gesetz? Zur Rede vom »wörtlicher Bedeutung« in Bezug auf Rechtstexte Teil 3: Recht, Sprache und Kultur Carsten Bäcker: Recht, Sprache und Kultur – Hilmar Schmiedl-Neuburg: Kultur, Sprache und Recht zwischen Relativismus und Universalismus – Jörn Reinhardt: Reiterativer Universalismus. Sprache – Kultur – Menschenrechte – Martin Morlok: Recht, Sprache und Kultur – Petra Braselmann: Sprache des Rechts und Recht der Sprache – Doris Liebwald: Rechtsetzung im Spannungsfeld von politischem Willen und sprachlicher Divergenz
Personen

Carsten Bäcker Geboren 1979; Studium der Rechtswissenschaft in Kiel; 2003–06 Wiss. Mitarbeiter am Kieler Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie; 2007 Promotion; 2006–08 Referendariat am OLG Hamburg; 2008–13 Wiss. Mitarbeiter am Kieler Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie; seit 2012 wiss. Mitarbeiter am Kieler Hermann Kantorowicz-Institut für juristische Grundlagenforschung; 2015 Habilitation.

Matthias Klatt Geboren 1973; Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen und München; 2003 Promotion; Wiss. Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht; Mitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften; Junior Research Fellow am New College, University of Oxford; seit 2008 Inhaber der Juniorprofessur für Öffentliches Recht, Europarecht, Völkerrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg; 2013 Habilitation und Lehrstuhlvertretung an der Humboildt-Universität Berlin.

Sabrina Zucca-Soest ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg; derzeit Visiting Researcher an der Georgetown University, Washington DC.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: FAZ – Redaktion NSB — 18. Januar 2013, S. 32 (ake.)
In: Zeitschr.f.Gemeinschaftsprivatrecht — 2012, 341–342 (Christian Baldus)
In: Lo Stato — 2017, 330 (Eugenio de Sio)
In: http://www.vonabisw.de — http://www.vonabisw.de/48.html (06/2014)