Rechtswissenschaft

Strafverfassungsrecht

Herausgegeben von Matthias Bäcker und Christoph Burchard

2022. VII, 401 Seiten.
84,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
eBook PDF
ISBN 978-3-16-161664-8
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Wo verlaufen die verfassungsrechtlichen Grenzen der staatlichen Strafgewalt? Der Sammelband führt die Perspektiven der Strafrechts- und der Verfassungswissenschaft in einer Bestandsaufnahme zusammen, die Grundlagen und ausgewählte Einzelfragen des Strafverfassungsrechts umfasst.
Als besonders scharfe Eingriffsordnung muss das Strafrecht verfassungsrechtlich sowohl besonders gerechtfertigt wie auch besonders wirksam eingehegt werden. In der rechtswissenschaftlichen Diskussion wird das Verhältnis des materiellen Strafrechts zum Verfassungsrecht allerdings noch stark aus den jeweiligen Perspektiven der beteiligten Teildisziplinen abgehandelt. Die Wirkungsmacht des hergebrachten Säulendenkens erschwert es dabei, wechselseitig anschlussfähige Beiträge zu erstellen. Der Sammelband nimmt hingegen die rechtswissenschaftliche Konturierung des Strafverfassungsrechts als intradisziplinäre Herausforderung an. Die Beiträge stammen von Vertretern und Vertreterinnen beider Teildisziplinen und werden jeweils durch Kommentare aus der anderen Teildisziplin ergänzt. Inhaltlich erschließen sie die Grundlagen des Strafverfassungsrechts und vertiefen ausgewählte Einzelfragen.
Inhaltsübersicht
Matthias Bäcker/Christoph Burchard: Einführung – Klaus F. Gärditz: Demokratische Sonderstellung des Strafrechts? – Beatrice Brunhöber: Grundrechtliche Sonderstellung des Strafrechts? – Antje von Ungern-Sternberg: Grundrechtliche Sonderstellung des Strafrechts? Kommentar zum Beitrag von Beatrice Brunhöber – Martin Nettesheim: Verfassungsrechtliche Kriminalisierungspflichten und -grenzen – Dominik Brodowski: Sonderstellung des Strafrechts aus der europäischen Mehrebenenperspektive – Matthias Bäcker: Zur Europäisierung des Strafverfassungsrechts. Kommentar zum Beitrag von Dominik Brodowski – Friederike Wapler: Bestimmtheitsgrundsatz und Wesentlichkeit im Strafverfassungsrecht – Matthias Jahn: Bestimmtheitsgrundsatz und Wesentlichkeitstheorie im Strafverfassungsrecht: »It's the interpretation, stupid“. Kommentar zum Beitrag von Friederike Wapler – Tobias Singelnstein: Strafgerechtigkeit? – Selektivität, Gleichheit und Diskriminierung im Strafrecht. Verfassungsrechtliche und strafrechtliche Anforderungen an Gleichheit im Strafrecht als Dimension von Strafgerechtigkeit angesichts der Selektivität der strafrechtlichen Praxis – Cengiz Barskanmaz: Das strafverfassungsrechtliche Diskriminierungsverbot aufgrund der Rasse. Kommentar zum Beitrag von Tobias Singelnstein – Benjamin Rusteberg: Verfassungsrechtliche Grundlagen des mehrspurigen Rechtsfolgensystems – Liane Wörner: Verfassungsrechtliche Grundlagen des mehrspurigen Rechtsfolgensystems. Kommentar zum Beitrag von Benjamin Rusteberg – Frank Meyer: Verfassungsfragen der Einziehung – Mathias Hong: Einziehung und Strafverfassungsrecht. Kommentar zum Beitrag von Frank Meyer
Personen

Matthias Bäcker Geboren 1975; Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg, Berlin und London; 2000 Erstes Staatsexamen; 2001 Master of Laws (LL.M.) in European Law; 2003 Zweites Staatsexamen; 2006–08 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht; 2007 Promotion; 2008–14 Juniorprofessor für Öffentliches Recht an der Universität Mannheim; 2014 Habilitation; 2014–15 Universitätsprofessor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Ludwig-Maximilians-Universität München; 2015–16 Universitätsprofessor für Öffentliches Recht am Karlsruher Institut für Technologie; seit 2016 Universitätsprofessor für Öffentliches Recht an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
https://orcid.org/0000-0001-9648-7869

Christoph Burchard Geboren 1976; Studium der Rechtswissenschaft in Passau; 2001 Erstes Staatsexamen; 2003 Master of Laws (LL.M.) an der NYU Law School; 2006 Zweites Staatsexamen; 2007 Promotion; 2007–2014 Wiss. Mitarbeiter, insbes. am Lehrstuhl von Prof. Dr. Joachim Vogel; 2015 Habilitation und Ruf auf eine Universitätsprofessor für Strafrecht etc. an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

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