Theodor Fontane und Wilhelm Wolfsohn – eine interkulturelle Beziehung 978-3-16-148720-0 - Mohr Siebeck
Judaistik

Theodor Fontane und Wilhelm Wolfsohn – eine interkulturelle Beziehung

Briefe, Dokumente, Reflexionen
Hrsg. v. Hanna D. von Wolzogen und Itta Shedletzky
Bearb. v. Hanna D. von Wolzogen, Christine Hehle u. Ingolf Schwan

99,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-148720-0
lieferbar
Der Briefwechsel (1841–1861) mit dem aus Odessa stammenden jüdischen Schriftsteller Wilhelm Wolfsohn ist das früheste zusammenhängende Briefkonvolut Theodor Fontanes. Er wird erstmals wissenschaftlich auf der Grundlage der Handschriften ediert und durch eine Aufsatzsammlung in seinen biographisch-kulturellen Hintergründen beleuchtet.
Der Briefwechsel mit Wilhelm Wolfsohn (1820–1865) ist das früheste zusammenhängende Briefkonvolut Theodor Fontanes (1819–1898). Er gilt als eine wichtige Quelle für die Bewertung von Fontanes politischem, beruflichem und literarischem Orientierungsprozess. Der Briefwechsel wird hier erstmals wissenschaftlich auf der Grundlage der handschriftlichen Quellen ediert. Während Fontanes Biographie als gut erschlossen gelten kann, weiß man vergleichsweise wenig über den Publizisten, Schriftsteller und Übersetzer Wilhelm Wolfsohn, der eine wichtige Rolle für die Vermittlung russischer Literatur in Deutschland spielte und einer der bedeutendsten Förderer des jungen Fontane war. Auch blieb der kulturelle Spannungsbogen, den es zwischen dem Apothekersohn aus der preußischen Provinz und dem russisch-galizischen Juden aus dem expandierenden Odessa der Gründerjahre gegeben haben muss, weitgehend unbeachtet. Über den bildungsgeschichtlichen und kulturellen Hintergrund Wolfsohns, seine Tätigkeit als Übersetzer, Publizist, Herausgeber und Dramatiker sowie die interkulturellen Aspekte seiner Beziehung zu Fontane und ihre Bedeutung für die Fontane-Biographik informiert eine Sammlung von Aufsätzen im zweiten Teil des Bandes.
Personen

Hanna Delf von Wolzogen Geboren 1951; Studium der Philosophie, Germanistik und Psychoanalyse; 1985–1988 Forschungsaufenthalt in Jerusalem; wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten Duisburg, Potsdam und der FU Berlin; seit 1996 Direktorin des Theodor-Fontane-Archivs.

Itta Shedletzky Geboren 1943 in der Schweiz; 1962 Emigration nach Israel; 1986 Promotion; seit 1981 Dozentin für Deutsche Literatur an der Hebrew University of Jerusalem; langjährige Mitarbeit am Leo Baeck Institut; seit 1991 senior research fellow am Franz Rosenzweig Research Centre.

Christine Hehle Geboren 1969; Studium Germanistische Mediavistik, Latein und Französisch in München; 2000 Promotion; wiss. Mitarbeiterin am Theodor-Fontane-Archiv.

Ingolf Schwan Geboren 1966; Studium der Geschichte und Germanistik in Halle und Potsdam; wiss. Mitarbeiter am Theodor-Fontane-Archiv.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr.f.Germanistik — 17 (2007), S. 701–704 (Roland Berbig)
In: Jahrbuch der Raabe-Gesellschaft — 2007, S. 193–196 (Peter Goldammer)
In: Jahrb. f. Brandenburgische LandesG — 57 (2006), S. 220–221 (Gerhard Sprenger)
In: Forum Vormärz Forschung — 13 (2007), S. 231–236 (Wolfgang Rasch)
In: Germanistik — 48 (2007), S. 854–855 (Eda Sagarra)