Theologie

Christian Lustig

Tod und Opfer Jesu im Hebräerbrief

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eBook PDF
ISBN 978-3-16-162129-1
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Hat im Hebräerbrief Jesu Kreuzestod oder sein himmlisches Opfer Heilsbedeutung? Die Antworten, die das Schreiben gibt, scheinen widersprüchlich. Christian Lustig zeigt, dass es sich um zwei Aspekte desselben Geschehens handelt. Christi hohepriesterliche Darbringung erfolgt auf Erden am Kreuz und zugleich in geistiger Sphäre an Gottes Heiligtum.
Eine der zentralen Fragen der Hebräerbriefexegese ist die nach der Bedeutung des Todes Jesu. Einerseits misst der Verfasser Jesu Tod entscheidende soteriologische Wirksamkeit bei, andererseits betont er Christi Unvergänglichkeit. Beides, Tod und Unsterblichkeit, ist für den Autor zugleich Voraussetzung für das Inkrafttreten der Neuen Diatheke. Christian Lustig zeigt, dass Hintergrund und Kern seiner Todesdeutung dabei eine Abendmahlsparadosis markinisch-matthäischer Provenienz ist. Christus opfert Leib und Blut. Sein Pneuma hingegen ist nach Hebr 9,14 ewig. So bleibt er auch über den Tod hinaus Agens dieser Opferdarbringung. Durch sie vollzieht er Reinigung, Weihe und Inauguration des himmlischen Zeltes wie auch der Glaubenden. Der kultische Dienst des himmlischen Hohepriesters ereignet sich auf Erden am Kreuz und zugleich in pneumatischer Sphäre an Gottes eigenem Heiligtum.
Inhaltsübersicht
A. Jesu Tod und Unvergänglichkeit
1. Sterben und Tod Jesu im Hebräerbrief – eine Sichtung
2. ὅτι ζῇ: Jesu Unvergänglichkeit
3. Der Sohn Gottes 'erlebt' den Tod – Die Unzerstörbarkeit des Lebens des Gottessohnes und der Tod Jesu

B. Die Heilsbedeutung des Todes Jesu
1. Der Stand der Forschung im Überblick
2. Ziel der Untersuchung
3. Die soteriologische Bedeutung des Todes Jesu in Hebr 2,9 und 2,14f. – eine Grundlegung des Verfassers des Hebräerbriefes
4. Der Kreuzestod im Hebräerbrief
5. Die Bedeutung des Todes Jesu innerhalb der Hohepriesterchristologie
6. Der Tod Jesu im 13. Kapitel des Hebräerbriefes

C. Irdisches Opfer in himmlischem Heiligtum
1. Die hohepriesterliche Investitur Jesu Christi
2. Hebr 8,4 als Argument gegen das irdisch lokalisierte Opfer Jesu
3. Der Bezug des irdischen Opfers zum himmlischen Heiligtum
4. Wie und wo wird das qualitativ himmlische Opfer vollzogen?

D. Ergebnisse
Personen

Christian Lustig Geboren 1984; 2013 Erstes Staatsexamen, ev. Theologie und lat. Philologie; seit 2013 Mitarbeit am DFG-Projekt zur Erstellung einer polyglotten Synopse zum Buch Jesus Sirach; 2015–19 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neues Testament, Ev. Theologie, Universität des Saarlandes; 2020–21 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Altes Testament an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; 2022 Promotion; wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Historische und Systematische Theologie und am Projekt „Karl Barth – Edition der Vorträge und kleineren Arbeiten 1937–1939“, UdS.
https://orcid.org/0000-0002-3905-727X

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