Über den Tod 978-3-16-156435-2 - Mohr Siebeck
Geschichtswissenschaft

Ps.-Platon

Über den Tod

Eingel., übers. u. mit interpretierenden Essays versehen v. Irmgard Männlein-Robert, Oliver Schelske, Michael Erler u.a.

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ISBN 978-3-16-156435-2
Open Access
Der unter Platons Namen überlieferte Dialog 'Axiochos' beschäftigt sich mit der zeitlosen Frage, ob man vor dem Tod Angst haben muss. Sokrates versucht, seinen sterbenskranken Gesprächspartner Axiochos durch verschiedene philosophische Argumente von seiner Todesfurcht zu befreien. Doch allein die platonische Grundüberzeugung von der Unsterblichkeit der Seele kann Axiochos schließlich überzeugen.
Der unter dem Namen Platons überlieferte, vermutlich aus dem späten 1. Jahrhundert v. Chr. stammende Dialog mit dem Titel 'Axiochos' beschäftigt sich mit der anthropologisch zeitlosen Frage, was mit dem Menschen nach seinem Tod geschieht: Der Philosoph Sokrates wird zum sterbenskranken Axiochos gerufen, der Todesangst hat. Sokrates soll ihm diese nehmen und bringt in das gemeinsame Gespräch zuerst vor allem epikureische Argumente ein. Axiochos ist nicht überzeugt. Erst als Sokrates Argumente Platons vorbringt, gelingt es Axiochos, die Todesfurcht endgültig zu überwinden und sich sogar auf den Tod zu freuen. In diesem Band wird der pseudo-platonische Dialog 'Axiochos' erstmals philologisch und philosophisch in den Kontext des im späten 1. Jahrhundert v. Chr. aufkommenden sogenannten 'Mittelplatonismus' eingebettet sowie die intensive Rezeption dieser 'ars moriendi' in der Frühen Neuzeit behandelt.
Personen

Ps.-Platon Keine aktuellen Daten verfügbar.

Michael Erler Geboren 1953; Studium der Klassischen Philologie und Philosophie; 1977 Promotion; 1985 Habilitation; 1989–92 Professor (C3) für Klassische Philologie (mit Schwerpunkt Latein) in Erlangen; seit 1992 Professor für Klassische Philologie (mit Schwerpunkt Griechisch) in Würzburg; seit 2019 Seniorprofessor und Mitglied (chair) des Direktoriums des Siebold-Collegium Institute for Advanced Studies (SCIAS) der Universität Würzburg.

Reinhard Feldmeier Geboren 1952; Promotion und Habilitation in Tübingen; Pfarrer der bayerischen Landeskirche; 1992–95 Professur in Koblenz; 1995–2002 Professur in Bayreuth; 2002–20 Inhaber des Lehrstuhls für Neues Testament in Göttingen, Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Sven Grosse Geboren 1962; Studium der Ev. Theologie und Philosophie in München und Tübingen; 1993 Promotion; 1999 Habilitation; seit 2008 Professor für Historische und Systematische Theologie an der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel.

Achim Lohmar Keine aktuellen Daten verfügbar.

Irmgard Männlein-Robert Geboren 1970; 2000 Promotion, 2006 Habilitation in Würzburg; seit 2006 Inhaberin des Lehrstuhls für Griechische Philologie an der Universität Tübingen.

Heinz-Günther Nesselrath Geboren 1957; 1976–81 Studium der Klassischen Philologie und der Alten Geschichte an der Universität zu Köln; 1981 Promotion; 1987 Habilitation; seit 2001 Universitätsprofessor (C 4) für Klassische Philologie an der Georg-August-Universität Göttingen.

Uta Poplutz Geboren 1971; 2003 Promotion; 2009 Habilitation; seit 2010 Lehrstuhlinhaberin für Biblische Theologie mit dem Schwerpunkt Exegese und Theologie des Neuen Testaments am Katholischen Institut der Bergischen Universität Wuppertal.
https://orcid.org/0000-0002-6136-8621

Oliver Schelske Keine aktuellen Daten verfügbar.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Gnomon — 88 (2016), S. 298–305 (Filip Karfik)
In: www.literatur-report.de — www.literatur-kritik.de (08/2012)
In: Theologie und Philosophie — 91 (2016), S. 84–86 (J.-M. Pinjuh)