Übernahmerechtliche Kontrolle 978-3-16-156498-7 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Felix Gegler

Übernahmerechtliche Kontrolle

Formale und materielle Regelungsmodelle zwischen Anlegerschutz und Rechtssicherheit

2019. XVIII, 256 Seiten.
erscheint im März

Schriften zum Unternehmens- und Kapitalmarktrecht 60

84,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-156498-7
in Vorbereitung
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Nach deutschem Übernahmerecht ist der Erwerber einer großen Unternehmensbeteiligung unter Umständen verpflichtet, allen Aktionären der betroffenen Gesellschaft ihre Aktien zu einem gesetzlich garantierten Mindestpreis abzunehmen. Festzulegen, wann genau diese Verpflichtung eintreten soll, ist Aufgabe des sogenannten »Kontrolltatbestandes«. Dessen Ausgestaltung ist angesichts der verschiedenen Interessen der betroffenen Marktteilnehmer überaus komplex.
Die Erlangung der „Kontrolle“ über eine börsennotierte Gesellschaft löst die Verpflichtung zur Abgabe eines übernahmerechtlichen Pflichtangebots aus. Bei der Definition von Kontrolle sind die Interessen der Marktakteure in Ausgleich zu bringen, die am obligatorischen Übernahmeprozess beteiligt sind. Zum einen müssen Erwerbsvorgänge erfasst werden, die ein Schutzbedürfnis der Aktionäre begründen. Zum anderen ist aufgrund der Kosten eines Pflichtangebots auf Investorenseite das Erfordernis der Rechtssicherheit zu beachten. Vor diesem Hintergrund untersucht Felix Gegler ausgehend vom Kontrolltatbestand des §29 Abs.2 S.1 WpÜG formale und materielle Regelungsmodelle. Anhand von Problemkonstellationen der Unternehmenspraxis zeigt er auf, dass die lex lata weniger hinsichtlich des Aktionärsschutzes als vielmehr unter dem Aspekt der Rechtssicherheit Schwierigkeiten bereitet. Die Arbeit schließt mit einem Regelungsvorschlag de lege ferenda.
Die Arbeit wurde mit dem Promotionspreis der Reinhold-und-Maria-Teufel-Stiftung 2018 und dem Förderpreis der Stiftung Unternehmensfinanzierung und Kapitalmärkte für den Finanzstandort Deutschland 2018 ausgezeichnet.
Personen

Felix Gegler Geboren 1985; Studium der Rechtswissenschaften mit Wirtschaftswissenschaftlicher Zusatzausbildung in Bayreuth und Limerick; wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, insbesondere Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht der Eberhard Karls Universität Tübingen; 2017 Promotion; seit 2016 Referendariat am Kammergericht Berlin.

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