Übersetzung des Talmud Yerushalmi 978-3-16-146175-0 - Mohr Siebeck
Judaistik

Übersetzung des Talmud Yerushalmi

I. Seder Zeraim. Traktate 7–8: Maaserot – Zehnte /Maaser Sheni – Zweiter Zehnt
Hrsg. v. Martin Hengel, Jacob Neusner u. Peter Schäfer
Übers. v. Rivka Ulmer

1996. 315 Seiten.
119,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-146175-0
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Deutsche Übersetzung und Kommentierung der Traktate Ma'aserot (Zehnte) und Ma'aser sheni (Zweiter Zehnt) aus dem Jerusalemer Talmud. Diese erste kritische und vollständige Übersetzung basiert auf einer Sichtung der bisher bekannten Handschriften und Drucke.
Die rabbinischen Vorschriften, die in den entsprechenden Ordnungen der Mishna, der Tosefta und des Yerushalrni ausgeführt sind, umfassen einen ersten Zehnten (ma'aserot oder ma'aser rishon) und einen zweiten Zehnten (ma'aser sheni). Der erste Zehnte wird den Leviten gegeben, die davon den Priestern die Zehnthebe (terumat ma'aser) entrichten. Der zweite Zehnte, der zum Verzehr am Tempel an einem Wallfahrtsfest bestimmt ist und im ersten, zweiten, vierten und fünften Jahr des Siebenjahreszyklus entrichtet wird, wird nicht nach Jerusalem gebracht, sondern an die Armen, Witwen und Leviten gegeben.
Ma'aserot (Zehnte) oder Ma'aser Rishon ist der 7. Traktat der Ordnung Zera'im. Der Inhalt der Mishna läßt sich folgendermaßen gliedern: 1. Von welchen Früchten der Zehnte zu geben ist und wann die Zehntpflicht eintritt. 2.-4. In welchen Fällen solche Früchte ohne Zehntgebung genossen werden dürfen. 5. Bestimmungen über den Zehnten beim Verpflanzen, ferner über den Verkauf an Leute, die im Verdacht stehen, keinen Zehnten zu geben. Der Zehnte bei Feldern in Syrien und in anderen besonders gelagerten Fällen, sowie zehntfreie Gewächse und Samenarten.
Ma'aser Sheni (der zweite Zehnt) ist der 8. Traktat der Ordnung Zera'im. Der babylonische Talmud enthält keine Gemara hierzu. Der Traktat behandelt hauptsächlich den in Dtn 14,22ff. gebotenen Zehnten. Er sollte in natura oder in Geldwert in hoher Feier in Jerusalem verzehrt werden und wird zur Unterscheidung von dem den Leviten zustehenden Zehnten (Num 18,21 f.) der zweite Zehnt genannt.
Personen

Martin Hengel (1926–2009) was Professor of New Testament and Early Judaism at the Protestant Theology Faculty at the University of Tübingen.

Jacob Neusner Keine aktuellen Daten verfügbar.

Peter Schäfer Geboren 1943; 1968 Promotion; 1973 Habilitation; 1983–2008 Professor für Judaistik an der Freien Universität Berlin; 1998–2013 Ronald O. Perelman Professor of Jewish Studies und Professor of Religion an der Princeton University; seit 2014 Direktor des Jüdischen Museums Berlin.

R Ulmer Keine aktuellen Daten verfügbar.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Review and Expositor — Jg. 95 (1998) (Mark E. Biddle)
In: Archivo Teologico Granadino — 59, (1996), S. 412–414 (A. Torres)
In: Freiburger Rundbrief — Jg. 4, (1997), Nr. 3, S.207–208 (Olivia Franz-Klauser)
In: Henoch — Vol. XX (1998), S. 373–374 (Bruno Chiesa)
In: New Testament Abstracts — Vol. 41, (1997),Nr. 1, S. 192
In: Protestantesimo — 1998, S. 64 (J.A. Soggin)
In: Revue Biblique — Januar 2000, S. 145
In: Salesianum — Jg. 60, (1998), Nr. 1, S. 171–172 (R. Vicent)