Übersetzung des Talmud Yerushalmi 978-3-16-146379-2 - Mohr Siebeck
Judaistik

Übersetzung des Talmud Yerushalmi

II. Seder Moed. Traktat 4: Yoma – Versöhnungstag
Hrsg. v. Martin Hengel, Jacob Neusner u. Peter Schäfer
Übers. v. Friedrich Avemarie

1995. XXI, 249 Seiten.
94,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-146379-2
lieferbar
Erste vollständige Übersetzung des Traktates Yoma aus dem Talmud Yerushalmi – des ältesten rabbinischen Kommentars zur Mishna vom Versöhnungstag. Mit Kommentar, Querverweisen und Parallelen, Erläuterungen zur Textüberlieferung und Registern.
Der Traktat Yoma ('Versöhnungstag') des Talmud Yerushalmi ist der älteste rabbinische Kommentar zur Mishna über den Versöhnungstag. In insgesamt acht Kapiteln wird zunächst die einwöchige Vorbereitung des Hohenpriesters behandelt, der bei dem kultischen Dienst dieses Festtags die Hauptrolle spielt. Anschließend werden in chronologischer Reihenfolge die einzelnen Tempelriten beschrieben, besonders diejenigen, die diesem Tag sein eigentümliches Gepräge geben: die Einkleidung des Hohenpriesters, die Sündenbekennmisse, das Räucheropfer und die Blutsprengungen im Allerheiligsten, die Austreibung des Asasel-Bocks und die Toralesung. Zum Schluß werden das am Versöhnungstag geltende Fastengebot und die – auch unabhängig vom Tempelkult gegebenen – Bedingungen und Möglichkeiten der Sühne und Sündenvergebung erörtert.
Außer rein halachischen Diskussionen bietet der Traktat in beträchtlichem Maße auch haggadische Stoffe. Bevorzugte Themen sind neben Sühne und Vergebung der Kult und die Priesterschaft des Zweiten Tempels, die glänzenden Höhepunkte, aber auch die dunklen Seiten seiner Geschichte.
Personen

Martin Hengel (1926–2009) was Professor of New Testament and Early Judaism at the Protestant Theology Faculty at the University of Tübingen.

Jacob Neusner Keine aktuellen Daten verfügbar.

Peter Schäfer Geboren 1943; 1968 Promotion; 1973 Habilitation; 1983–2008 Professor für Judaistik an der Freien Universität Berlin; 1998–2013 Ronald O. Perelman Professor of Jewish Studies und Professor of Religion an der Princeton University; seit 2014 Direktor des Jüdischen Museums Berlin.

Friedrich Avemarie Studium der Ev. Theologie in Heidelberg, München, Montpellier und Tübingen; Studium der Judaistik in Jerusalem und Berlin; 1995 Promotion; 2000 Habilitation; 2002–12 Professor für Neues Testament und antikes Judentum in Marburg.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Archivo Teologico Granadino — Jg.59 (1996), S. 410 (Prof. Dr. Torres)
In: Journal for the Study of the OT — (1996), S. 160 (P.S. Alexander)
In: New Testament Abstracts — Vol. 40 (1996), Nr. 1, S. 168
In: Old Testament Abstracts — Vol. 18, (1995),S. 658 Nr. 2077
In: Salesianum — Jg. 59, (1997), Nr. 2, S. 355–356 (R. Vicent)
In: Shofar — Vol. 13 (1995), no. 3, S. 159–160