Rechtswissenschaft

Florian Rast

Unternehmerische Organisationsfreiheit und Gemeinwohlbelange

Phänomenologie, Typologisierung und Grenzen des staatlichen Zugriffs auf die Organisationsstruktur privater Unternehmen

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ISBN 978-3-16-161665-5
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Unternehmen sehen sich vermehrt Vorgaben für ihre Organisation ausgesetzt. Florian Rast untersucht die in unterschiedlichen Sachgebieten auftretenden Phänomene und analysiert die Strukturmerkmale der Regelungsstrategie. Als eine Grenze akzentuiert er die verfassungsrechtlich garantierte unternehmerische Organisationsfreiheit.
Private Unternehmen sehen sich vermehrt gesetzlichen Vorgaben für ihre Organisation zur Verwirklichung spezifischer Gemeinwohlbelange ausgesetzt. Florian Rast untersucht die vielgestaltigen, in unterschiedlichen Sachgebieten auftretenden Phänomene – mit Schwerpunkten im Finanzmarkt-, Umwelt-, Regulierungs- und Berufsrecht. Er analysiert die Strukturmerkmale dieser Steuerung mittels Organisationsstrukturvorgaben und befasst sich darauf aufbauend mit der Zuordnung zahlreicher Organisationspflichten zur regulierten Selbstregulierung. Neben den immanenten Grenzen der Regelungsstrategie setzt sich der Autor mit der unternehmerischen Organisationsfreiheit als grundrechtliche Grenze auseinander. Der sachliche Schutzbereich dieser Teilgewährleistung der Berufsfreiheit wird akzentuiert und die Verhältnismäßigkeitsprüfung durch Herausarbeitung typischer Argumentationsmuster strukturiert.
Die Arbeit wurde mit dem Fakultätspreis 2021 der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München ausgezeichnet.
Inhaltsübersicht
1.Teil Einleitung
A. Gang der Untersuchung
B. Einführung in den Untersuchungsgegenstand
C. Begriffsklärungen und Eingrenzung des Themas

2.Teil Phänomenologie
A. Nach dem Gegenstand des Zugriffs
B. Nach der Regelungsebene
C. Nach dem Durchsetzungsinstrument
D. Nach den Zwecken und den Sachgründen

3.Teil Typologisierung
A. Überblick über den steuerungswissenschaftlichen Ansatz
B. Technik des Zugriffs auf die Organisationsstruktur privater Unternehmen
C. Konzept der regulierten Selbstregulierung als gleitende Skala für die Intensität staatlicher Steuerung
D. Einordnung einzelner Phänomene organisationsstrukturbezogener Regelungen in das Spektrum zwischen hoheitlicher Regulierung und regulierter Selbstregulierung

4.Teil Die Grundrechte als Grenze organisationsstrukturbezogener Vorgaben
A. Notwendigkeit der grundrechtlichen Grenzziehung gegenüber organisationsstrukturbezogenen Vorgaben
B. Untersuchungsumfang und – Ziel der grundrechtlichen Betrachtung
C. Grundrechte des Grundgesetzes als Prüfungsmaßstab unter Berücksichtigung der EU-Grundrechtecharta
D. Die Berufsfreiheit als Standort der unternehmerischen Organisationsfreiheit
E. Der sachliche Schutzbereich der unternehmerischen Organisationsfreiheit
F. Problemfelder des Eingriffs in die unternehmerische Organisationsfreiheit
G. Verfassungsrechtliche Rechtfertigung
H. Abgrenzung zu den weiteren Wirtschaftsgrundrechten im Grundgesetz
5.Teil Gesamtergebnis
Personen

Florian Rast Geboren 1990; Studium der Rechtswissenschaften und Erste Juristische Prüfung in München; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Wirtschaftsverwaltungsrecht, Umwelt- und Sozialrecht an der LMU München; Rechtsreferendariat im OLG-Bezirk München; 2022 Promotion.
https://orcid.org/0000-0002-3881-956X

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