Vererblichkeit und Drittwirkungen der Stipulation im klassischen römischen Recht 978-3-16-150601-7 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Thomas Finkenauer

Vererblichkeit und Drittwirkungen der Stipulation im klassischen römischen Recht

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Leinen
ISBN 978-3-16-150601-7
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Die Stipulation gilt als Paradigma des schuldrechtlichen Vertrags. Bestimmte Vertragsklauseln sicherten jedoch die Nachfolge nicht nur der Erben, sondern sogar der Einzelrechtsnachfolger in das Versprechen. Thomas Finkenauer weist den Bruch mit einem scheinbar unumstößlichen Dogma des römischen Rechts erstmals nach.
Die Stipulation gilt als Paradigma des schuldrechtlichen Vertrags. Mehrere Rechtsregeln schließen die Einbeziehung dritter Personen aus. Jedoch kennen die Quellen mit der Erben- und der Nachfolgeklausel auch Verträge mit Drittbezug. Während sich mit der Erbenklausel allmählich der Gedanke der Universalsukzession in das Versprechen durchsetzte, konnten die Parteien mit der Nachfolgeklausel sogar ihre Einzelrechtsnachfolger berechtigen und verpflichten und so Drittwirkung erzielen. Die römischen Juristen entschieden sich damit gegen die Anwendung starrer Rechtsregeln und für die Bedürfnisse des Rechtsverkehrs. Die Erkenntnis dieses Bruchs mit einem scheinbar unumstößlichen Dogma ist der Romanistik aufgrund übertriebener Textkritik bisher versperrt geblieben. Thomas Finkenauer stellt die Stipulation als Instrument privatautonomer Rechtsetzung von außerordentlicher Flexibilität vor.
Personen

Thomas Finkenauer ist Universitätsprofessor für Bürgerliches Recht, Römisches Recht und Europäisches Privatrecht in Tübingen.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr.d.Savigny-Stiftung R — 2013, 599–613 (Éva Jakab)
In: Index — 2013, 357–362 (Iole Fargnoli)