Vertragsbindung als Freiheitsvoraussetzung 978-3-16-153065-4 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Andreas Conow

Vertragsbindung als Freiheitsvoraussetzung

Grundlagen privater Vertragshaftung und Anwendung auf das Gesellschafterdarlehensrecht sowie die Kapitalausstattungspflicht in der GmbH

2015. XXXI, 306 Seiten.

Studien zum Privatrecht 44

84,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-153065-4
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Andreas Conow zeigt die verfassungsrechtlich garantierten Voraussetzungen individueller Freiheit im Sinne von Gestaltungmacht. Damit vereinfacht er die Beteiligung von Nachbardisziplinen am Gesetzgebungsprozess und trägt ganz konkret zur Lösung des Interessenkonflikts zwischen Gesellschaftern und Gläubigern von Kapitalgesellschaften bei.
Die Verfassung umreißt ein klares Leitbild positiver Freiheit im Sinne individueller Gestaltungsmacht, deren Voraussetzungen der Staat zu schaffen bzw. zu sichern hat. Ein wichtiges Mittel privater Freiheitsausübung ist der Vertrag, der nur dann individuelle Gestaltungsmacht gewährt, wenn er die Parteien an ihre Leistungsversprechen bindet. Das Haftungsprivileg der Kapitalgesellschafter verkürzt das für die Gesellschaftsgläubiger verfügbare Haftungsvermögen und somit ihre vertragliche Gestaltungsmacht. Andreas Conow zeigt, dass die zugrunde liegenden wirtschaftstheoretischen Überlegungen individuelle Freiheit nicht fördern und das entsprechende wirtschaftstheoretische Menschenbild mit dem unserer Verfassung nicht vereinbar ist. Als Lösung plädiert der Autor für eine angemessene Kapitalausstattung der Kapitalgesellschaft, als Schritt in diese Richtung rechtfertigt er den insolvenzrechtlichen Nachrang von Gesellschafterdarlehen.
Personen

Andreas Conow Geboren 1979; Studium der Rechtswissenschaft in Mannheim und Barcelona; Referendariat in Mosbach, Mannheim und Bari; Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Augsburg; 2013 Promotion; seit Juli 2013 Rechtsanwalt in Augsburg.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr.f.d.ges.Handels-u.WirtschR — 2016, 136–143 (Klaus Ulrich Schmolke)
In: Rechtsphilosophie — 2015, 447–450 (Felix Ekardt)