Geschichtswissenschaft

Wendula Gräfin von Klinckowstroem

Walter Eucken: Ein Leben für Menschenwürde und Wettbewerb

2023. Ca. 330 Seiten.
erscheint im Januar
ca. 40,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
eBook PDF
ISBN 978-3-16-161919-9
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Walter Eucken zählt zu den bedeutendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Diese biographische Studie greift erstmals in großem Umfang dessen Korrespondenz auf. In den Fokus rücken Euckens frühe Prägungen, seine Netzwerke, sein Wirken als Lehrer und Mitbegründer der Freiburger Schule, sein Engagement im Widerstand gegen die NS-Diktatur und sein Ringen um das Konzept einer funktionsfähigen und menschenwürdigen Wirtschafts- und Sozialordnung, das zur ideellen Grundlage für die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland wurde.
Diese biographische Studie nimmt das Leben Walter Euckens in den Blick, eines der bedeutendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Er hat mit Kollegen aus der Rechtswissenschaft die Tradition der Freiburger Ordnungsökonomik begründet. Seine Erkenntnisse zu den Funktionsbedingungen einer freiheitlichen Wirtschafts- und Sozialordnung, die Wettbewerb und Menschenwürde in den Mittelpunkt stellt, wurden ideelle Grundlage für die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland. Dieses Lebensbild Euckens stützt sich auf einen beträchtlichen Teil seiner nachgelassenen Korrespondenz. Er war in einen großen Familien-, Freundes-, Kollegen- und Schülerkreis eingebunden. Als wirtschaftswissenschaftlicher Lehrer und Forscher war er ein unangepasster Denker, der eigene Wege bahnte. Im Rahmen der Freiburger Kreise engagierte er sich im Widerstand gegen die NS-Diktatur. In den Nachkriegsjahren wirkte er in der Politikberatung und plädierte vehement für den ordnungspolitischen Kurs der Freiburger Schule.
Inhaltsübersicht
Einführung: Walter Eucken – nach wie vor aktuell

I. Jena 1891–1918: Kindheit, Studium, Kriegseinsatz
1. Geburt in Jena 
2. Elternhaus in Jena
3. Schulzeit in Jena
4. Jenaer Prägungen des Gymnasiasten 
5. Studienzeit mit Abschluss in Bonn
6. Freundschaft mit dem Maler August Macke 
7. Soldatenzeit

II. Berlin und Tübingen 1918–1927: Vom Assistenten zum Professor
8. Assistent in Berlin
9. Heirat mit Edith Erdsiek
10. Privatdozent in Berlin
11. Professor in Tübingen
12. Engagement für die Lebensphilosophie Rudolf Euckens

III. Professor in Freiburg und Widerstand gegen das NS-Regime
13. Berufung nach Freiburg
14. Freundschaft mit dem Historiker Gerhard Ritter 
15. Freundschaft mit dem Philosophen Edmund Husserl 
16. Freundschaft mit dem Ökonomen Alexander Rüstow 
17. Wirken als Hochschullehrer: Lehrgemeinschaft mit Juristen
18. Wirken als Forscher: Forschungsgemeinschaft mit Juristen
19. Akademische Selbstverwaltung: Widerpart des Rektors Martin Heidegger 
20. Widerstand gegen die NS-Diktatur in den Freiburger Kreisen 

IV. Einfluss auf die Nachkriegsordnung und Internationalisierung
21. Heimat in Freiburg
22. Politikberatung im Nachkriegsdeutschland
23. Freundschaft mit dem Ökonomen Friedrich August von Hayek 
24. Wirken im internationalen Netzwerk der Liberalen
25. Tod in London – Grab in Freiburg
Epilog: Ein Leben für Menschenwürde und Wettbewerb 
Literaturverzeichnis
Lebensdaten von Walter Eucken
Lehrveranstaltungen von Walter Eucken 1927–1950 
Bildanhang
Personen

Wendula Gräfin von Klinckowstroem Geboren 1949; Studium der Volkswirtschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; 1974 Diplom-Volkswirt; Fakultätsassistentin an der Fakultät für Mathematik und Physik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Bereich Publikationen) am Walter Eucken Institut (1977–2015); seither Projektmitarbeit am Walter Eucken Institut und Mitglied im Beirat des Aktionskreises Freiburger Schule.
https://orcid.org/0000-0003-2538-1607

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