Zeno von Verona zu heidnischer Kultur und christlicher Bildung 978-3-16-152700-5 - Mohr Siebeck
Theologie

Bärbel Dümler

Zeno von Verona zu heidnischer Kultur und christlicher Bildung

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ISBN 978-3-16-152700-5
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Bärbel Dümler untersucht auf philologischer Grundlage die Traktate des Zeno von Verona. Sie arbeitet das Verhältnis des Bischofs zum Heidentum heraus und zeichnet sein Bildungsideal nach, das er als Gegenentwurf zu der von ihm verworfenen heidnischen Kultur formuliert.
Bärbel Dümler untersucht die Traktate des Zeno von Verona, das älteste erhaltene lateinische Predigtcorpus aus der Zeit zwischen 360 und 380 n. Chr. Auf philologischer Grundlage analysiert sie zunächst das Verhältnis des Bischofs zum Heidentum entsprechend dem stoischen Schema der Theologia tripartita. Zenos Äußerungen zu heidnischem Kult, Göttern und mythologischen Gestalten und deren Darstellung sowie zu Philosophie und Intellektualität lassen erkennen, dass er das Christentum für die in jeder Hinsicht überlegenere Religion hält. Anschließend widmet sich die Autorin dem Gegenentwurf des Zeno zur von ihm verworfenen heidnischen Kultur: Entscheidender Unterschied ist die Ausrichtung aller Komponenten des Gegenentwurfs, nämlich religiösen Sachwissens, ethischen Wissens und ethischen Könnens, auf Gott hin, wie dies im auf Meister Eckhard zurückgehenden, hier rückübertragenen Terminus 'Bildung' zum Ausdruck kommt.
Personen

Bärbel Dümler Studium der Katholischen Theologie, Latinistik, Christlichen Archäologie sowie Sprachen und Kulturen des Christlichen Orients in Bochum, Rom, Bonn und Tübingen; 1989–93 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum; 2001–06 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, 2008–09 im Fachbereich Geschichte und Soziologie der Universität; 2005 Promotion; seit 2005 Lehrbeauftragte, seit 2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Abteilung für Orient- und Islamwissenschaft der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Theologische Literaturzeitung — 140 (2015), S. 505–507 (Uta Heil)