Wie verhielten sich christliche Gemeinschaften in Afrika, Asien und Europa zu nichtchristlichen Religionen und Traditionen in ihrer Umwelt? Die unter dem Begriffder „interreligiösen Aneignung" versammelten Fallstudien lassen das Christentum von der Antike bis zur Moderne als eine fluide, relationale und global verflochtene Religion erkennen.
Samuel L. Voo untersucht kombinierte Anspielungen im vierten Evangelium und in der antiken jüdischen Literatur. Er entwickelt eine Methodik, die Erkenntnisse der antiken Medienkultur einbezieht und insbesondere die Rolle der Metonymie in kombinierten Anspielungen untersucht.
Der Band enthält Quellen und Untersuchungen, die aus der spätmittelalterlichen Überlieferung des Benediktinerinnenklosters Lüne geschöpft sind: Die Edition des Statutenbuches mit den Riten zur Aufnahme in die Gemeinschaft, das Tagebuch der Priorin Mechthild Wilde über ihre eigene Wahl und eine Studie über die Netzwerke der Lüner Pröpste.