Daniel Maier legt die erste umfassende Rekonstruktion und Kontextualisierung der frühesten erhaltenen christlichen Paradiesvorstellung vor, wie sie in der komplexen Überlieferung der Petrusapokalypse bewahrt ist. Er analysiert alle Textzeugnisse, einschließlich des oft vernachlässigten pseudoklementinischen Rahmens der äthiopischen Handschriften.
Die Perikope von der Ehebrecherin (Joh 7,53-8,11) gilt als textkritisch umstritten. Rayan J. Lobo zeigt, dass sie dennoch sinnvoll in ihrem literarischen Kontext als Teil des Johannesevangeliums gelesen werden kann - als Weisheitserzählung aus mündlicher Überlieferung und als jüdischer Prozess gegen Jesus, der Joh 7-8 zusammenfasst.
Wie verhielten sich christliche Gemeinschaften in Afrika, Asien und Europa zu nichtchristlichen Religionen und Traditionen in ihrer Umwelt? Die unter dem Begriffder „interreligiösen Aneignung" versammelten Fallstudien lassen das Christentum von der Antike bis zur Moderne als eine fluide, relationale und global verflochtene Religion erkennen.