Ordnungsökonomik
Die Ordnungsökonomik untersucht, wie rechtliche, politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen („Ordnungen“) wirtschaftliches Handeln ermöglichen, begrenzen und steuern. In der Volkswirtschaftslehre nimmt sie damit eine grundlagenorientierte, institutionen- und regelbasierte Perspektive ein, die zwischen Wirtschaftstheorie, Rechtswissenschaft und Wirtschaftspolitik vermittelt. Historisch geht sie vor allem auf die deutsche Tradition des Ordoliberalismus und die Freiburger Schule um Walter Eucken und Franz Böhm zurück, die nach den Erfahrungen der Zwischenkriegszeit eine freiheitliche Wettbewerbsordnung als Voraussetzung funktionierender Märkte betonten.
Publikationen zur Ordnungsökonomik machen einen großen Teil des wirtschaftswissenschaftlichen Programms bei Mohr Siebeck aus. Dazu gehören die Gesammelten Schriften von Walter Eucken, sowie die Schriftenreihe Untersuchungen zur Ordnungstheorie und Ordnungspolitik, herausgegeben vom Freiburger Walter Eucken Institut. Prägend sind zudem die Gesammelte Schriften in deutscher Sprache von Friedrich A. von Hayek sowie zahlreiche Einzeltitel.
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