Zum 50. Todestag Rudolf Bultmanns am 30. Juli 2026
Rudolf Bultmann (1884-1976) prägte durch seinen hermeneutischen Ansatz die exegetischen und systematisch-theologischen sowie kirchlichen Diskurse des 20. Jahrhunderts wesentlich mit. Als Mitbegründer der formgeschichtlichen Schule und früher Vertreter der Dialektischen Theologie setzte er sich in den 1920er Jahren kritisch mit Positionen der liberalen Theologie auseinander und rückte die hermeneutische Frage nach den Verstehensbedingungen der biblischen Texte sowie deren Bedeutung für die Leserinnen und Leser in der Moderne in den Fokus seiner wissenschaftlichen Arbeit.
Bultmann hat viele seiner wirkmächtigen Publikationen bei Mohr Siebeck veröffentlicht (u.a. Theologie des Neuen Testaments, 9. Auflage 1984 und die Aufsatzbände Glauben und Verstehen I-IV) und war ab 1929 Herausgeber der Theologischen Rundschau. Bei Mohr Siebeck erscheint sein Briefwechsel sowie das Bultmann Handbuch (hg. von Christof Landmesser) (verlinkt) und die Bultmann Biographie (hg. von Konrad Hammann) (verlinkt) sowie Bultmanns theologische Ansätze fortführende Forschungsbeiträge.
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