Debatte um Leihmutterschaft nach Spahn-Rücktritt

Rechtliche und ethische Fragen neu im Fokus

Der Rücktritt des CDU-Politikers Jens Spahn hat eine breite gesellschaftliche Debatte über Leih- bzw. Mietmutterschaft in Deutschland ausgelöst. Anlass ist die öffentliche Diskussion über die Entstehung seiner Familie mithilfe einer Leihmutter in den USA. In Politik, Medien und Rechtswissenschaft werden nun erneut die rechtlichen, ethischen und gesellschaftlichen Fragen rund um das in Deutschland weiterhin verbotene Verfahren diskutiert.

Wer sich vertieft mit den rechtlichen Grundlagen und den internationalen Entwicklungen auf diesem Gebiet beschäftigen möchte, findet in der Monographie „Mietmutterschaft“ von Chris Thomale eine fundierte Analyse des Themas. Das Werk beleuchtet die rechtliche Einordnung der Mietmutterschaft, die Interessen der beteiligten Personen sowie die Herausforderungen, die sich aus grenzüberschreitenden Sachverhalten ergeben.
Angesichts der aktuellen Diskussion gewinnt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Fragen reproduktiver Selbstbestimmung, Kindeswohl, Vertragsfreiheit und Menschenwürde erneut an Aktualität. Die Debatte zeigt, dass das Thema weit über Einzelfälle hinausreicht und grundlegende Fragen moderner Familien- und Fortpflanzungsmodelle berührt.

Zugehörige Werke

Chris Thomale
Mietmutterschaft
Eine international-privatrechtliche Kritik
2015. 164 Seiten.
fadengeheftete Broschur
inkl. gesetzl. MwSt.
Kinder können heute in einigen Staaten durch sogenannte »Leihmütter« zur Welt gebracht werden. Diese Praxis ist in Deutschland wie in den meisten Ländern verboten. Wie ist jedoch zu verfahren, wenn etwa zwei Deutsche eine Leihmutterschaft im Ausland durchführen lassen? Chris Thomale bietet einen Klärungsversuch.