Erwin-Stein-Preis 2026

für Eilert Herms

Der Erwin-Stein-Preis 2026 ist an den evangelischen Theologen Prof. i.R. Dr. theol. Eilert Herms (Universität Tübingen) verliehen worden. Die Auszeichnung würdigt sein wissenschaftliches Lebenswerk, insbesondere seine Beiträge zur Systematischen Theologie und zur Sozialethik.

Herms hat mit einem breit angelegten Werk zentrale Fragen des christlichen Glaubens ebenso behandelt wie ethische Herausforderungen moderner Gesellschaften. Seine Arbeiten, darunter umfassende Darstellungen der Systematischen Theologie, verbinden theologische Grundlagen mit interdisziplinären Perspektiven und gesellschaftlicher Verantwortung.

Die Preisverleihung fand am 14. April 2026 in der Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen statt. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio (Universität Bonn).

Der Erwin-Stein-Preis wird für herausragende interdisziplinäre wissenschaftliche Leistungen von besonderer Bedeutung für die europäische Kultur vergeben.

Zugehörige Werke

Eilert Herms
Das Werden des Menschseins
Studien zu Schleiermacher II
2025. 532 Seiten.
Festeinband
inkl. gesetzl. MwSt.
Eilert Herms behandelt in der vorliegenden Sammlung von Studien Schleiermachers philosophisch-theologische Gesamtkonzeption, seine Fundamentalanthropologie, sein Verständnis von Geschichte, von Wissenschaft, von Politik sowie von religiöser, genau: christlich-religiöser, Gemeinschaft als kirchlicher Gemeinschaft. Damit bietet Schleiermacher keine » Umformung«, sondern die reflektierte Aneignung der Welt-, Gottes- und Selbstanschauung reformatorischen Christentums und seines Ethos an.
»Amt und Ordination« und »Kirchenrecht« im Grund und Gegenstand des Glaubens
Theologische Studien zur römisch-katholischen und evangelisch-lutherischen Lehre
2024. 642 Seiten.
fadengeheftete Broschur
inkl. gesetzl. MwSt.
Im konfessionsdifferenten Ganzen der das »fundamentum fidei« (die Christusoffenbarung) explizierenden kirchlichen Lehre gründet auch die Differenz über Ursprung, Art und Autorität des ordinierten Amtes, einschließlich der Differenz bezüglich der Befugnis, über Recht und Ordnung der Kirche zu entscheiden – entweder beim Episkopat unter seinem petrinischen Haupt oder bei landeskirchlichen Synoden. Es gibt keine »sichtbare Einheit« vorbei an dieser Differenz, die aber Dialogthema noch nie war.
Eilert Herms
Luthers Ontologie des Werdens
Verwirklichung des Eschatons durchs Schöpferwort im Schöpfergeist. Trinitarischer Panentheismus
2023. 570 Seiten.
Festeinband
inkl. gesetzl. MwSt.
Das dauernd gegenwärtige Werden (»fieri«) unserer Welt sieht Luther vom christologischen und trinitarischen Dogma in einer durch christliche Selbst-, Lebens- und Welterfahrung beglaubigten Weise beschrieben als fundiert im absolut selbstbestimmten (dreieinigen) Wollen und Wirken der weltschaffenden Allmacht.