Rechtswissenschaft

Benedikt Strobel

Bedarf das gemeinschaftliche Testament des deutschen BGB einer Reform?

Jahrgang 221 () / Heft 3, S. 399-432 (34)
Publiziert 10.06.2021

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Das gemeinschaftliche Testament wird von den Ehegatten häufig in privatschriftlicher Form errichtet. Als rechtliche Laien kennen sie jedoch regelmäßig nicht die Folgen, die sich aus einer Wechselbezüglichkeit der Verfügungen ergeben; im Besonderen betrifft dies die Bindungswirkung nach dem Tod des Erstversterbenden gem. § 2271 Abs. 2 S. 1 Hs. 1 BGB. Als Ausweg hat sich der 68. Deutsche Juristentag im Jahre 2010 für eine grundlegende Reform, nämlich die Abschaffung der privatschriftlichen Form, ausgesprochen. Am gleichen Punkt setzt de lege lata die Diskussion um die Selbstanfechtung aufgrund eines Rechtsfolgenirrtums an. Unabhängig davon stellt sich die Frage eines gemeinschaftlichen Testaments, sollte eines Tages ein gemeinschaftliches europäisches Privatrecht Wirklichkeit werden. Der Beitrag greift die Problematik im Lichte dieser Entwicklungen auf und diskutiert, ob sich Reformen empfehlen und wie diese gegebenenfalls aussehen könnten.
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