Saloni Khanderia

From Domestic Courts to Transnational Justice

An Examination of India’s PIL within a Comparative Asian Framework
Rubrik: Aufsätze
Jahrgang 90 (2026) / Heft 2, S. 323-358 (36)
Publiziert 23.06.2026
DOI 10.1628/rabelsz-2026-0018
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  • 10.1628/rabelsz-2026-0018
Beschreibung
Von nationalen Gerichten zu transnationaler Rechtsprechung. Das indische Kollisionsrecht im asiatischen Kontext. Mit seiner riesigen Bevölkerung, wirtschaftlichen Präsenz und historischen Bedeutung im Verfassungsrecht prägt Indien den internationalen Rechtsdiskurs. Das IPR hinkt jedoch hinterher - v.a. wegen der Bevorzugung des eigenen Rechts und der Konzentration auf die internationale Handelsschiedsgerichtsbarkeit. Bemühungen der Justiz, mit der Wirtschaftspolitik seit der Liberalisierung Schritt zu halten, sind ohne begleitende Maßnahmen des Parlaments und der indischen Rechtskommission ungenügend. Die Beispiele Singapur, China, Japan und Südkorea zeigen, dass die Modernisierung des indischen Rechtsrahmens v.a. durch die Lockerung von Beschränkungen für die ausländische Rechtspraxis, die Ermächtigung der Justiz zur Prüfung ausländischen Rechts von Amts wegen und eine Reform des Anerkennungs- und Vollstreckungssystems erreicht werden kann. Bis zur Kodifizierung sollte der Oberste Gerichtshof durch Leitlinien für eine konsistente Rechtsprechung sorgen. Um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, ist das Zusammenwirken aller Institutionen nötig - von der Legislative über die Rechtskommission bis hin zur Justiz.