The Comma Johanneum - 10.1628/ec-2020-0007 - Mohr Siebeck
Theologie

Juan Hernández

The Comma Johanneum

A Relic in the Textual Tradition

Rubrik: Articles
Early Christianity (EC)

Jahrgang 11 () / Heft 1, S. 60-70 (11)
Publiziert 08.04.2020

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Fragen nach der Echtheit des Komma Johanneum hätten aus historischer Sicht längst geklärt werden können. Die Daten sind eindeutig. Es geht jedoch nicht nur um textkritische Belege, sondern auch um die Leserschaft eines Textes. Leser sind die endgültige Entscheidungsinstanz für den Wert eines Textes. Daher werden Textgrenzen häufig auf der Grundlage theologischer Überzeugungen der Leser neu gezogen oder verteidigt. Die Unnachgiebigkeit des Komma Johanneum als Gegenstand einer fortgesetzten theologischen Debatte unterstreicht den Einfluss einer bestimmten Leserschaft. Hier steht eine wichtige trinitarische Doktrin auf dem Spiel. Das Komma Johanneum bildet somit ein ambivalentes Relikt in der Texttradition: für einige Leser ist es theologisch wertvoll und wird von ihnen für authentisch gehalten, aus der Sicht der textkritischen Wissenschaft gilt es als unecht.
Personen

Juan Hernández Born 1968; 1998 M.Div.; 2000 Th.M.; 2006 Ph.D. Emory University; Assistant Professor of Biblical Studies at Bethel University, MN, USA.