Anna K. Bernzen, Janna C. Pirk, Maximilian Poretschkin, Rebekka Görge

Verletzungen des Urheber- und Persönlichkeitsrechts durch die Ausgaben großer Sprachmodelle

Rubrik: Aufsatz
Jahrgang 17 (2025) / Heft 4, S. 409-443 (35)
Publiziert 11.02.2026
DOI 10.1628/zge-2025-0020
Beschreibung

Der Beitrag untersucht interdisziplinär, welche rechtlichen Risiken der Einsatz großer Sprachmodelle
birgt. Hierfür wird die Perspektive einer Endnutzerin eingenommen, die das Sprachmodell
dazu veranlassen will, urheberrechtlich geschützten Text auszugeben. Zunächst
wird ein empirisches Experiment beschrieben, in dem versucht wurde, derartige Modellausgaben
zu provozieren. Anschließend werden die fünf Kategorien von Ausgaben, die im
Rahmen des Experiments erzielt wurden, dargestellt und bewertet. Aus urheberrechtlicher
Sicht stellen sich - je nach Kategorie - Fragen der Vervielfältigung, der Bearbeitung bzw. der
anwendbaren Schrankenregelungen, die der Beitrag adressiert. Daneben werfen einige Kategorien
auch (urheber‑)persönlichkeitsrechtliche Fragen auf, denen sich der Beitrag ebenfalls
widmet. Er kommt zu dem Schluss, dass die rein private Erzeugung und Nutzung von
Modellausgaben möglich ist. Die Gefahr von Rechtsverstößen entsteht, wenn die Ausgaben
den privaten Bereich der Nutzerin verlassen und veröffentlicht oder verbreitet werden.