Theologie

Petra Bahr

Darstellung des Undarstellbaren

Religionstheoretische Studien zum Darstellungsbegriff bei A.G. Baumgarten und I. Kant

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fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-148179-6
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Wie wird das schlechthin Undarstellbare sinnlich darstellbar? Diese religionstheoretische Frage beschäftigt die ästhetische Debatte im 18. Jahrhundert, in dem die Rolle von Symbol und Einbildungskraft neu ausgelotet wird. Petra Bahr rekonstruiert die zeitgenössische Diskussion anhand der Hauptwerke von A. G. Baumgarten und Kants Kritik der Urteilskraft.
Wie wird das schlechthin Undarstellbare sinnlich darstellbar? Petra Bahr zeigt in ihren Studien zur historischen Semantik des Darstellungsbegriffs zwischen 1750 und 1800, daß diese Frage das 18. Jahrhundert nicht nur in ästhetischer, sondern auch in religionstheoretischer Perspektive beschäftigt. Die religionsphilosophische Dignität von Baumgartens Aesthetica und Kants Kritik der Urteilskraft, zweier in der Regel nur als konkurrierende Philosophien der Kunst wahrgenommenen Werke, wird dabei so rekonstruiert, daß der bleibende Bezug Kants auf die Einsichten Baumgartens auch noch in deren Überwindung sichtbar bleibt: die Rolle der produktiven Einbildungskraft, die Neubestimmung des Symbolverständnisses und die Umbesetzung des Begriffs der sinnlichen Repräsentation. Mit einem sinngeschichtlichen Zugang wird die reiche und wechselvolle Vorgeschichte rekonstruiert, die die Kritik der Urteilskraft zu allererst als die Antwort Kants auf ausstehende Probleme der sinnlichen Darstellung des Undarstellbaren verstehbar macht.
Personen

Petra Bahr ist Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche Deutschlands.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Dialogo Filosofico — Jg.20 (2004), H.3, S.566
In: Literaturkritik.de — Www.literaturkritik.de/public (Frauke Berndt)
In: Das achtzehnte Jahrhundert — 32 (2008), S. 301–305 (Magnus Schlette)
In: Theologische Literaturzeitung — Jg.130 (2005), H.12, S.1342ff (Roderich Barth)
In: Theologische Revue — 102 (2006), S. 319–322 (Friedo Ricken)