Der sogenannte biologische Vater 978-3-16-154519-1 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Edda E. Pauli

Der sogenannte biologische Vater

Ein Vergleich der französischen und deutschen Rechtsentwicklung

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fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-154519-1
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Was die (rechtliche) Familie zusammenhält, ist nach althergebrachter Lesart in Deutschland die Blutsverwandtschaft, in Frankreich jedoch der Wille zur Elternschaft. Edda E. Pauli untersucht, inwieweit diese Grundannahmen heute noch berechtigt sind und welche Auswirkungen sie in Vergangenheit und Gegenwart auf die Rechtsposition des biologischen Vaters haben.
Edda E. Pauli beschäftigt sich mit dem Werdegang des »sogenannten biologischen Vaters« vom juristischen Niemand der Nachkriegszeit bis zur Zentralgestalt des deutschen Abstammungsrechts im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Parallel dazu skizziert sie die Rechtsentwicklung im Nachbarland Frankreich, in dem dieselbe Figur nicht gleichermaßen im familienrechtlichen Diskurs hervorsticht. Um dieser Diskrepanz auf die Spur zu gehen, untersucht sie die Entwicklung der Stellung des biologischen Vaters in unterschiedlichen Situationen: bei der Vaterschaftsanerkennung, der Anfechtung und der gerichtlichen Feststellung. Daneben beleuchtet sie auch dessen Rechtsposition bei der künstlichen Verwandtschaft (Adoption, Samenspende). Im Ergebnis zeigt sich, dass einige althergebrachte »Vorurteile« über die Konzeption des jeweiligen nationalen Abstammungsrechts ihre Berechtigung seit langem verloren haben.
Personen

Edda E. Pauli Geboren 1980; Studium der Slawistik und Romanistik in Regensburg und an der HU Berlin; Studium der dt-frz. Rechtswissenschaften an den Universitäten Paris (X)-(heute: Universität Paris Ouest Nanterre La Défense) und Potsdam; 2007 1. Staatsexamen; 2009 2. Staatsexamen; Rechtsanwältin in München; seit 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Regensburg.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr.f.Rechtsvergleichung — 2016, 238 (Nur Bibliographie)
In: Zeitschr.f.d.ges.Familienrecht — 2017, 861–862 (Julia Caroline Scherpe)