Die Lehre vom fehlerhaften Verband 978-3-16-157924-0 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Carsten Schäfer

Die Lehre vom fehlerhaften Verband

Grundlagen, Verhältnis zum allgemeinen Vertragsrecht und Anwendung auf Strukturveränderungen

Unveränderte E-Book-Ausgabe 2019 2002. XXV, 537 Seiten.

Jus Privatum 69

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ISBN 978-3-16-157924-0
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Thema dieses Bandes ist die sogenannte Lehre vom fehlerhaften Verband. Deren Ziel ist es, die Rechtsfolgen von Fehlern des Gesellschaftsvertrags bzw. der Satzung und deren Änderungen entgegen allgemeiner Regeln auf eine ex-nunc-Unwirksamkeit zu beschränken.
Bei der Lehre vom fehlerhaften Verband handelt es sich um ein im Kern seit langem anerkanntes Institut, das die Folgen von Fehlern bei Gesellschaftsverträgen bzw. Satzungen für die Zeit vor ihrer Entdeckung beheben soll. Der Verband wird als rechtlich existent, aber auflösbar behandelt. Ähnliche Institute werden auch bei anderen Dauerrechtsverhältnissen anerkannt, insbesondere beim fehlerhaften Arbeitsvertrag. Deshalb stellt Carsten Schäfer zunächst die Frage nach einem übergreifenden, für alle fehlerhaften Dauerrechtsverhältnisse geltenden Institut. Dies geschieht sowohl anhand einer Problembeschreibung mit Hilfe des heuristischen Begriffs der Rückabwicklungsschwierigkeit als auch mittels Analyse der dogmatischen Begründungen vorhandener Ansätze bzw. Gesetzesregelungen. Da sich diese Suche als nicht weiterführend erweist, konzentriert sich der Autor auf die Begründung der Lehre vom fehlerhaften Verband, mit dem Ziel, ihre Geltung sowohl im Personen- als auch im Kapitalgesellschaftsrecht nachzuweisen. Auf diese Weise läßt sich nicht nur ein einheitlicher, in einer Reihe von Punkten von der bisher herrschenden Meinung abweichender Tatbestand der fehlerhaften Gründung herausbilden. Vielmehr gestattet das Vorgehen auch, für das seit Beginn der 1990er Jahre verstärkt diskutierte Phänomen fehlerhafter Vertrags- bzw. Strukturänderungen einen einheitlichen Lösungsansatz vorzulegen.
Personen

Carsten Schäfer Geboren 1964; 1990 und 1993 Juristische Staatsexamina; 1997 Promotion; 1987–2001 Mitarbeit am Lehrstuhl für Handels- und Wirtschaftsrecht und Bürgerliches Recht in Heidelberg, zuletzt als wissenschaftlicher Assistent; 1994–96 Referent des Vorsitzenden der Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg; 2001 Stipendiat der DFG; 2001 Habilitation; zur Zeit Lehrstuhlvertretung an der Universität Heidelberg.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Banca, borsa et titoli di credito — Jg.66 (2003), H.5, S. 644f (Dr.Guiseppe Portale)
In: Die Aktiengesellschaft — 2003, H.2, S. 110f (Dr.Michael Kort)
In: Betriebs-Berater — Jg.58 (2003), H.3, S. IX
In: Juristenzeitung — Jg.58 (2003), H.12, S. 621 (Prof.Marcus Lutter)