Die postkoloniale Konstellation 978-3-16-157565-5 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Sigrid Boysen

Die postkoloniale Konstellation

Natürliche Ressourcen und das Völkerrecht der Moderne

2021. XI, 382 Seiten.
erscheint im Februar

Jus Publicum 296

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ISBN 978-3-16-157565-5
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Das internationale Umweltrecht verrät die inneren Widersprüche des heutigen Völkerrechts: offene Legitimationsprobleme und verdrängte Verteilungskonflikte, globale ökologische Fragen und vermachtete Rechtsformen. Sigrid Boysen rekonstruiert seine Entstehung aus der Auflösung des klassischen Imperialismus.
Die Begründung des internationalen Umweltrechts suchen die meisten in der Ortlosigkeit seines Gegenstands: Die ökologische Frage kann im Alleingang souveräner Staaten nicht bewältigt werden. Die etwa im Klimaschutzrecht evidenten regulatorischen Probleme lassen sich hiernach nur durch mehr Verrechtlichung und Konstitutionalisierung lösen. Doch das internationale Umweltrecht ist keineswegs ortlos, sondern hat eine sehr konkrete Geographie. Es ist keine Überwindung des Staatenvölkerrechts, sondern die Ausgestaltung der zentralen weltpolitischen Verschiebung im 20. Jahrhundert – der Auflösung des klassischen Imperialismus. Sigrid Boysen rekonstruiert die Begriffe und Institute des heutigen internationalen Umweltrechts genealogisch. Was einst dazu diente, die handelspolitischen Unsicherheiten nach Ablösung der kolonialen Herrschaft zu stabilisieren, teilt die Erde auch heute ein in industrialisierte Zonen und deren äußere Natur.
Personen

Sigrid Boysen Geboren 1972; Studium der Rechtswissenschaft in Göttingen, Bristol und Hamburg; 2005 Promotion; 2018 Habilitation; seit 2014 Professorin für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht an der Helmut-Schmidt-Universität.
https://orcid.org/0000-0003-2361-0162

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