Die Reform des französischen Haftungsrechts im europäischen Kontext 978-3-16-160141-5 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Die Reform des französischen Haftungsrechts im europäischen Kontext

Herausgegeben von Stefan Huber und Jens Kleinschmidt

2021. Ca. 200 Seiten.
erscheint im Mai

Rechtsvergleichung und Rechtsvereinheitlichung 77

ca. 70,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-160141-5
in Vorbereitung
Auch verfügbar als:
In Frankreich steht eine Reform des Haftungs- und Schadensrechts an, dessen Kernregelungen noch aus dem Jahre 1804 stammen. In der eng mit Frankreich verwobenen belgischen Rechtsordnung wird ebenfalls eine Reform des Haftungsrechts vorbereitet. Der vorliegende Band analysiert diese Reformprozesse sowie deren Zusammenspiel mit dem europäischen Kontext.
Die französischen Bestimmungen zur vertraglichen und außervertraglichen Haftung sowie zum allgemeinen Schadensrecht (responsabilité civile) sind seit der Schaffung des Code civil im Jahre 1804 weitgehend unverändert. Rechtsprechung und Wissenschaft haben die Fortentwicklung dieses Regelungsbereichs in erheblichem Umfang geprägt. Schließlich legte der Justizminister im Jahre 2017 einen Entwurf für eine grundlegende Reform vor. Im Juli 2020 wurde zudem aus den Reihen des Senats ein eigener Entwurf präsentiert. Parallel zu diesen französischen Reformbestrebungen wird auch in Belgien eine Reform des Haftungsrechts vorbereitet. Beide Rechtsordnungen sind eng miteinander verbunden. Markante Besonderheiten ihrer Haftungsrechte bilden einen wichtigen Orientierungspunkt im Europäischen Privatrecht. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des vorliegenden Bandes, den Reformprozess in Frankreich und Belgien zu analysieren und ihn kritisch in den europäischen Kontext einzuordnen.
Inhaltsübersicht
Stefan Huber/ Jens Kleinschmidt: Die Reform des französischen Haftungsrechts im europäischen Kontext: eine Einführung – Bertrand Fages: Der Entwurf für ein neues französisches Haftungsrecht: Grundstruktur und Bewertung – Dirk Heirbaut / Andy Jousten: Der belgische Vorentwurf zum neuen Deliktsrecht – Jean-Sébastien Borghetti: Grenzen des Verschuldensprinzips: Haftung für Sachen und Haftung für Dritte – Thomas Kadner Graziano: Priorität dem Opferschutz: Gedanken zur Rationalität des französischen Haftungsrechts aus europäischer Perspektive – Pascal Ancel: Der Inhalt des Schadensersatzanspruchs – Christian Heinze: Der Inhalt des Schadensersatzanspruchs: die Perspektive des Unionsrechts – Jonas Knetsch: Die Behandlung von Massen- und Streuschäden – Elena Bargelli: Massen- und Streuschäden aus europäischer Perspektive – Ministerieller Reformentwurf aus dem März 2017 in französischer Originalfassung mit deutscher Übersetzung von Karin Arnold und Hanno Merten
Personen

Stefan Huber ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Zivilprozess- und Insolvenzrecht, Europäisches und Internationales Privat- und Verfahrensrecht an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

Jens Kleinschmidt ist Inhaber des Lehrstuhls für Zivilrecht, insbesondere Internationales Privat- und Verfahrensrecht, sowie Rechtsvergleichung an der Universität Trier.

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