Gegen falsche Götter und falsche Bildung 978-3-16-156427-7 - Mohr Siebeck
Theologie

Gegen falsche Götter und falsche Bildung

Tatian, Rede an die Griechen
Eingel., übers. u. mit interpretierenden Essays versehen v. Peter Gemeinhardt, Marie-Luise Lakmann, Heinz-Günther Nesselrath, Ferdinand R. Prostmeier, Adolf Martin Ritter, Holger Strutwolf u. Andrei Timotin. Hrsg. v. Heinz-Günther Nesselrath

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ISBN 978-3-16-156427-7
Open Access: CC BY-NC-ND 4.0
Gefördert durch: Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
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Tatians »Rede an die Griechen« (2. Jh. n. Chr.) ist die vehemente Attacke eines gebildeten Christen gegen die ganze hellenische Kultur- und Götterwelt und damit ein Vorläufer der großen Auseinandersetzungen zwischen religiös-paganen Traditionen und Christentum im 4. Jh. n. Chr. Der Band bietet den Originaltext, eine neue deutsche Übersetzung mit gründlicher Detail-Kommentierung sowie Essays zum theologischen, religiösen und geistesgeschichtlichen Kontext der Schrift und ihrer Rezeption.
Tatians nach der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. entstandene »Rede an die Griechen« ist die wortgewaltige und inhaltlich vehemente Attacke eines gebildeten Christen gegen die gesamte hellenische Kultur- und Götterwelt; sie bildet damit bereits einen Vorläufer der umwälzenden geistigen Auseinandersetzungen zwischen religiös-paganen Traditionen und Christentum im 4. Jahrhundert n. Chr. Der Band bietet eine Einführung in den Autor und sein Werk sowie in seine hier im Mittelpunkt stehende Schrift, danach den griechischen Originaltext (gegenüber früheren Ausgaben gründlich revidiert) und eine neue deutsche Übersetzung, eine gründliche Kommentierung der zahlreichen inhaltlichen Details, die die Schrift bietet, sowie – im zweiten Teil – eine Reihe von Essays, die die Schrift in ihren theologischen, religiösen und geistesgeschichtlichen Kontext stellen und auch ihre spätere Rezeption beleuchten.
Personen

Peter Gemeinhardt Geboren 1970; 1990–96 Studium der Ev. Theologie an den Universitäten Marburg und Göttingen; 2001 Promotion; 2003 Ordination; 2006 Habilitation; seit 2007 Lehrstuhlinhaber für Kirchengeschichte an der Universität Göttingen.
https://orcid.org/0000-0003-3879-0397

Marie-Luise Lakmann ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Neutestamentliche Textforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen im Bereich der griechischen Handschriften des Neuen Testaments und des antiken Platonismus.

Heinz-Günther Nesselrath Geboren 1957; 1976–81 Studium der Klassischen Philologie und der Alten Geschichte an der Universität zu Köln; 1981 Promotion; 1987 Habilitation; seit 2001 Universitätsprofessor (C 4) für Klassische Philologie an der Georg-August-Universität Göttingen.

Ferdinand R. Prostmeier ist Ordentlicher Professor für Neutestamentliche Exegese und Literatur an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind im Bereich der neutestamentlichen Schriften der erste Petrusbrief und die synoptischen Evangelien. Daneben konzentriert sich seine Forschungsarbeit auf die Geschichte, Kultur und Literatur des Frühchristentums. Sein Interesse gilt dabei der Frage, wie sich in den Schriften, Institutionen und Lebensvollzügen der ersten christlichen Gemeinden unter den Vorzeichen von Rezeption und Transformation sowie Kontinuität und Innovation biblisch-jüdische Tradition und hellenistisch-römische Kultur miteinander verbinden.

Adolf Martin Ritter Geboren 1933; Studium der Ev. Theologie in Marburg, Heidelberg, Göttingen und Athen; 1962 Promotion; 1970 Habilitation; seit 1981 Ordinarius für Historische Theologie in Heidelberg; seit 1999 emeritiert; 2000 Dr. h.c. Cluj-Napoca (Klausenburg); 2002 Dr. h.c. Oradea (Großwardein).
https://orcid.org/0000-0003-0507-3391

Holger Strutwolf ist Ordentlicher Professor für Patristik und Neutestamentliche Textforschung und Direktor des Instituts für Neutestamentliche Textforschung und des Seminars für Kirchengeschichte I (Alte Kirche und Mittelalter) an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der neutestamentlichen Textforschung, der alten Kirchengeschichte, hier besonders der christlichen Gnosis, der Theologie des Origenes und des Euseb von Cäsarea und der Auseinandersetzung der frühen christlichen Theologie mit der Philosophie der Antike.

Andrei Timotin ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Rumänischen Akademie (ISE- ES) und Assoziierter Professor an der Universität Bukarest. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der religiösen Tradition im Platonismus, der Religionsgeschichte in der byzantinischen Welt und der Geschichte der byzantinischen und post-byzantinischen Texte. Er arbeitet gerade an einer Monographie zum Gebet in der platonischen Tradition, von Plato bis Proclus.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr. f. Kirchengeschichte — 128 (2017), S. 399–401 (Thomas Johann Bauer)
In: New Testament Abstracts — 60 (2016), S. 533
In: Bulletin for Biblical Research — 28.2 (2018), S. 357–359 (Eckhard J. Schnabel)
In: H-Soz-u-Kult — http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2017–4-064 (11/2017) (Jutta Günther)
In: Zeitschr.f.Antikes Christentum — 21 (2017), S. 175–179 (Josef Lössl)