Gleichberechtigung in erster Instanz 978-3-16-156710-0 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Raphaela Etzold

Gleichberechtigung in erster Instanz

Deutsche Scheidungsurteile der 1950er Jahre im Ost-/West-Vergleich

79,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
fadengeheftete Broschur
ISBN 978-3-16-156710-0
lieferbar
Auch verfügbar als:
Die Gleichberechtigung von Mann und Frau stellte Anfang der 1950er Jahre Gerichte in Ost- und Westdeutschland vor Herausforderungen. Wie begegneten die Richter diesen? Raphaela Etzold untersucht Scheidungsurteile der ersten Instanz, stellt sie einander gegenüber und fragt nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden.
Die Rechtsprechung der ersten Instanz prägt das Rechtserleben der Bürger in besonderer Weise. Wie sehr wird dieser – justizorganisatorisch gesehen – »unterste« Funktionsträger durch politische und weltanschauliche Vorfragen geprägt? Raphaela Etzold geht dieser Frage durch einen Vergleich zweier Aktenbestände nach: Sie untersucht erstinstanzliche Scheidungsurteile der 1950er Jahre aus Ost- und Westdeutschland auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Umgang mit offenen Rechtsfragen. Das Familienrecht kurz nach Gründung beider Teilstaaten bietet sich für eine solche Untersuchung an, denn die Gleichberechtigung von Mann und Frau führte bei auf Wortlautebene gleichen Rechtsgrundlagen in DDR und BRD zu Reformbestrebungen und ungelösten Rechtsproblemen. Die Autorin rekonstruiert, wie die Richter sich diesen stellten und inwieweit sich in den Urteilen jeweils politische und gesellschaftliche Großwetterlagen wiederfinden.
Die Arbeit wurde mit dem Fakultätspreis 2018 der rechtswissenschaftlichen Fakultät Regensburg (juratisbona-Preis) ausgezeichnet.
Personen

Raphaela Etzold Geboren 1987; Studium der Rechtswissenschaft in Regensburg und Sheffield; Referendariat in Leipzig und Berlin; Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promotion an der Fakultät für Rechtswissenschaft in Regensburg; Richterin in Amberg; derzeit Staatsanwältin in Amberg.

Rezensionen

Für diesen Titel liegen noch keine Rezensionen vor.