Grenzüberschreitende Verbraucherverträge 978-3-16-148848-1 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Gralf-Peter Calliess

Grenzüberschreitende Verbraucherverträge

Rechtssicherheit und Gerechtigkeit auf dem elektronischen Weltmarktplatz

2006. XIII, 528 Seiten.

Jus Privatum 103

129,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-148848-1
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Angetrieben vom elektronischen Geschäftsverkehr sind Europäisierung und Internationalisierung der Märkte inzwischen für jedermann erlebbar. Am Beispiel der Verbraucherverträge stellt Gralf-Peter Calliess die Frage nach dem Schicksal bisher vom Nationalstaat garantierter sozialer Schutzrechte in der Globalisierung. Angesichts des Versagens des staatlichen internationalen Zivilverfahrens- und Privatrechts beleuchtet er die Rolle alternativer Streitschlichtung und privater Normsetzung bei der Entstehung eines transnationalen, post-etatistischen Rechts in der globalen Zivilrechtsgesellschaft.
Welche Folgen hat die Europäisierung und Internationalisierung der Märkte für das Schuldvertragsrecht? Insbesondere die rasante Entwicklung des elektronischen Geschäftsverkehrs hat den Ruf nach einem Europäischen Vertragsrecht oder gar einem Weltprivatrecht wieder laut werden lassen. Am Beispiel des Verbrauchervertragsrechts fragt Gralf-Peter Calliess nach dem Schicksal bisher vom Nationalstaat garantierter sozialer Schutzrechte in der Globalisierung. Im ersten Teil analysiert er das geltende deutsche, europäische und internationale Recht der grenzüberschreitenden Verbraucherverträge. Im zweiten Teil untersucht er Lösungsansätze für die neue Problemlage, dass nicht nur die internationale Kaufmannschaft, sondern auch unerfahrene Verbraucher direkten Zutritt zu den Weltmärkten haben. Er beleuchtet aktuelle Entwicklungen im internationalen Privat- und Zivilverfahrensrecht und kommt zu einem vernichtenden Ergebnis: die Nationalstaaten sind weder willens noch in der Lage, für Rechtssicherheit und Gerechtigkeit auf globalen Märkten zu sorgen. Der Autor fragt deshalb nach dem potentiellen Beitrag von privater Ordnung und zivilgesellschaftlicher Global Governance zur Entstehung einer Weltrechtsordnung. Ist Recht auch jenseits der Nationalstaaten denkbar? Am Beispiel der Lex Mercatoria und der ICANN UDRP werden Voraussetzungen, Funktionsweise und Legitimation nicht-staatlicher, transnationaler Zivilregimes erläutert. Im dritten Teil wird schließlich die Entwicklung eines transnationalen Verbrauchervertragsrechts für den elektronischen Weltmarktplatz nachgezeichnet.
Personen

Gralf-Peter Calliess ist Professor für Bürgerliches Recht, internationales und vergleichendes Wirtschaftsrecht sowie Rechtstheorie an der Universität Bremen und Direktor am Zentrum für transnationale Studien.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Rabels Zeitschrift für ausländ. und — 2009, 184–188 (Thomas Richter)
In: Revue de droit international et de — 2009, 180–183 (A. Kohl)
In: Journal of Consumer Policy — 2007, 63 (Chr. Twigg-Flesner)
In: Neue Juristische Wochenschrift — 2006, 3331 (Reinhard Zimmermann)