Rechtswissenschaft

Laura Nasse

Loi de vigilance: Das französische Lieferkettengesetz

2022. Ca. 370 Seiten.
erscheint im Oktober

Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht 487

84,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
eBook PDF
ISBN 978-3-16-161345-6
in Vorbereitung
Die loi de vigilance ist das rechtsvergleichende Vorzeigeobjekt für die Einführung eines deutschen und europäischen Lieferkettengesetzes. Vor diesem Hintergrund untersucht Laura Nasse die sach-, internationalverfahrens- und kollisionsrechtliche Ausgestaltung der loi de vigilance im französischen Privatrecht und bewertet ihre Bedeutung für die deutsche und europäische Rechtsentwicklung der Menschenrechtsverantwortung von Unternehmen.
Die loi de vigilance ist das rechtsvergleichende Vorzeigeobjekt für die Einführung eines deutschen und europäischen Lieferkettengesetzes. Im Jahr 2017 hat der französische Gesetzgeber erstmals haftungsbewehrte Sorgfaltspflichten für Inlandsgesellschaften zur Achtung der Menschenrechte und Umwelt in Konzernen und Lieferketten festgelegt. Vor diesem Hintergrund untersucht Laura Nasse die Entwicklung der Menschenrechtsverantwortung privater Unternehmen in Frankreich. Im Mittelpunkt der Analyse stehen die sachrechtliche Ausgestaltung der loi de vigilance und ihre Kohärenz mit dem sonstigen französischen Delikts- und Gesellschaftsrecht. Zentral für die Wirksamkeit des Gesetzes ist ferner seine internationalverfahrens- und kollisionsrechtliche Behandlung. Ein Vergleich mit dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und ein Ausblick auf die europäische Rechtsentwicklung bestätigen den rechtspolitischen Signalcharakter der loi de vigilance .
Inhaltsübersicht
Einführung
1. Teil: Vomsoft law zumhard law - Entwicklung der Menschenrechtsverantwortung privater Unternehmen in Frankreich
§ 1 Frankreich in der Vorreiterrolle
§ 2 Haftungslücken und Reformbestrebungen im französischen Deliktsrecht
§ 3 Der Weg zum hard law – Entstehungsgeschichte der loi de vigilance
§ 4 Zusammenfassung in Thesen

2. Teil: Die loi n° 2017–399 vom 27. März 2017 zur Sorgfaltspflicht von Muttergesellschaften und Auftrag gebenden Unternehmen
§ 1 Tatbestand der loi de vigilance
§ 2 Rechtsfolgen der loi de vigilance

3. Teil: Anwendung derloi de vigilance auf Auslandssachverhalte
§ 1 Internationale Zuständigkeit französischer Gerichte
§ 2 Anwendbares Recht
§ 3 Zusammenfassung in Thesen

4. Teil: Implikationen derloi de vigilance für Deutschland und Europa
§ 1 Vergleich mit dem deutschen Lieferkettengesetz (LkSG)
§ 2 Ausblick – Impulse für ein europäisches Lieferkettengesetz
§ 3 Zusammenfassung in Thesen
Ergebnisse in Thesen
Personen

Laura Nasse Geboren 1992; Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Freiburg i.Br. und Montpellier; 2017 Erste juristische Staatsprüfung; Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für ausländisches und internationales Privat- und Wirtschaftsrecht der Universität Heidelberg; 2021 Promotion; Rechtsreferendariat am Landgericht Heidelberg.

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