Machtworte 978-3-16-154193-3 - Mohr Siebeck
Theologie

Andreas Mauz

Machtworte

Studien zur Poetik des 'heiligen Textes'

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Leinen
ISBN 978-3-16-154193-3
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Manche Texte werden als »Offenbarung« wahrgenommen, als Kundgaben transzendenter Instanzen. Manche Texte beschreiben sich aber auch selbst in diesem Sinn. Andreas Mauz untersucht die Eigenarten dieser Selbstbeschreibungen – dieser heiligenden Texte – und fragt nach ihrer theologischen Bedeutung.
Zu den markanteren Phänomenen historischer wie gegenwärtiger Religion gehört der sogenannte heilige Text. Die einschlägige Begründung seiner normativen Geltung liegt in seiner Genese: der Wahrnehmung des Textes als Kundgabe transzendenter Instanzen, als Offenbarung. Vor diesem Hintergrund fokussiert Andreas Mauz ganz auf die textimmanente Darstellung solcher Offenbarungsereignisse. Er entwirft einen poetologischen Begriff des 'heiligen Textes', der orientiert ist an der Selbstbeschreibung von Texten als offenbarten. In Aufnahme literatur- und medienwissenschaftlicher Theorieangebote bietet der Autor ein differenziertes Instrumentarium zur Beschreibung der betreffenden Phänomene – etwa des Zusammenspiels von 'heiligendem' und 'geheiligtem' Text, der Eigenart der Offenbarungserzählung, den divergierenden Schreib-Szenen. An die Seite des textanalytischen Erkenntnisinteresses tritt ein theologisches. Die Poetik des 'heiligen Textes' verweist auf eine sensible Schnittstelle von bibelwissenschaftlichem und dogmatischem Diskurs. Denn was bedeutet das Faktum der vielfältigen genetischen Selbstbeschreibung der biblischen Schriften für die dogmatische Fremdbeschreibung der einen Schrift?
Personen

Andreas Mauz Geboren 1973; Studium der Ev. Theologie und Deutschen Literaturwissenschaft; 2011–14 Oberassistent am Lehrstuhl für Systematische Theologie der Theologischen Fakultät Zürich; seit 2015 ebenda Oberassistent am Institut für Hermeneutik und Religionsphilosophie (IHR); seit 2011 Co-Leitung der Sommerakademie des Schweizerischen Literaturarchivs (SLA).

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Journal for the Study of the OT — 41.5 (2017) (Anselm C. Hagedorn)
In: Arbeitskreis f.Evangelikale Theologie — https://rezensionen.afet.de/?p=525 (4/2018) (Heiko Wenzel)
In: Theologie und Literatur — www.theologie-und-literatur.de (7/2017) (Christoph Gellner)
In: Theologische Literaturzeitung — 143 (2018), S. 108–110 (Henrike Manuwald)