Theologie

Christian Traulsen

Rechtsstaatlichkeit und Kirchenordnung

Überlegungen zur Rechtsstaatsbindung von Religionsgemeinschaften unter besonderer Berücksichtigung der evangelischen Landeskirchen

2013. XIV, 426 Seiten.

Jus Ecclesiasticum 103

114,00 €
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Leinen
ISBN 978-3-16-152510-0
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Christian Traulsen untersucht, ob das eigenständige Recht von Religionsgemeinschaften rechtsstaatlichen Anforderungen genügen muss. Er beleuchtet die einschlägigen verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen, denen alle Religionsgemeinschaften unterworfen sind, und wie sich das evangelische Kirchenrecht zu ihnen verhält.
Das Grundgesetz gewährleistet den Religionsgemeinschaften das Recht, ihre eigenen Angelegenheiten selbständig zu ordnen und zu verwalten. Dazu zählt auch die Befugnis, Recht zu setzen und anzuwenden. Christian Traulsen untersucht, ob das eigenständige Recht von Religionsgemeinschaften rechtsstaatlichen Anforderungen genügen muss. Er beleuchtet zunächst die einschlägigen verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen, denen alle Religionsgemeinschaften unterworfen sind. Das Rechtsstaatsprinzip beschreibt grundlegende Elemente eines von der Verfassung vorausgesetzten Rechtsverständnisses. Hiervon ausgehend, entwickelt der Verfasser eine Methode für die Zuordnung von religiösem Selbstverständnis und säkularem Rechtsverständnis. Diese konkretisiert er am Beispiel der evangelischen Landeskirchen. Er zeigt, welche Elemente der Rechtsstaatlichkeit evangelischem Kirchenrechtsverständnis entsprechen und auch hier Verbindlichkeit beanspruchen.
Personen

Christian Traulsen Geboren 1969; Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen und München; 2003 Promotion; 2012 Habilitation; Privatdozent an der Juristischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr. f. Evang. Kirchenrecht — 2014, 213–217 (Peter Unruh)
In: Fachbuchjournal — 2014, Heft 4, 39–40 (Michael Droege)