Rechtswissenschaft

Marten Breuer

Staatshaftung für judikatives Unrecht

Eine Untersuchung zum deutschen Recht, zum Europa- und Völkerrecht

2011. XXVIII, 726 Seiten.

Jus Publicum 211

139,00 €
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Leinen
ISBN 978-3-16-150535-5
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Marten Breuer untersucht die Haftung des Staates für judikatives Unrecht, die durch das Urteil des EuGH im Fall Köbler besondere Aufmerksamkeit erfahren hat. Das hieran deutlich werdende Bedürfnis nach einem dogmatischen Erklärungsmodell beschränkt sich nicht allein auf das Europarecht, sondern betrifft nationales Recht und Völkerrecht gleichermaßen.
Die Frage nach der Staatshaftung für judikatives Unrecht betrifft eine besonders komplexe Thematik. Einerseits besteht offenkundig die Gefahr, durch Zulassung der Haftung des Staates (nicht des Richters als Individuum) für behauptete richterliche Fehlentscheidungen den regulären Instanzenzug zu unterlaufen und einen "regressus ad infinitum" zu eröffnen. Andererseits sehen sowohl die deutsche als auch die meisten europäischen Rechtsordnungen in gewissen Fallkonstellationen eine Haftung für judikatives Unrecht vor. Erforderlich ist daher ein dogmatisches Modell, das Grund und Grenzen der Staatshaftung für judikatives Unrecht zu bestimmen vermag. Marten Breuer entwirft dieses Modell zunächst für die deutsche Rechtsordnung und untersucht anschließend dessen Übertragbarkeit auf das Europa- und Völkerrecht. Hierdurch erfährt die Thematik erstmals eine rechtsordnungsübergreifenden Analyse.
Personen

Marten Breuer Geboren 1971; Studium der Rechtswissenschaft in Würzburg; 2000 Promotion; 2010 Habilitation; seit 2012 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht mit internationaler Ausrichtung an der Universität Konstanz.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Deutsche Zeitschr.f. Wirtschafts-u. Insolvenzrecht — 2012, 221–222 (Stefan Smid)
In: Journal of European Tort Law — 2013, 106–109 (Ulrich Magnus)
In: Newsletter Menschenrechte — 2011, 397 (Eduard Christian Schöpfer)
In: Die Verwaltung — 2015, 287–290 (Jörg Gundel)
In: Die Öffentliche Verwaltung — 2013, 275–276 (Ulrich Stelkens)