Vertragsfreiheit und Vertragsgerechtigkeit 978-3-16-154817-8 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Matthias Wendland

Vertragsfreiheit und Vertragsgerechtigkeit

Subjektive und objektive Gestaltungskräfte im Privatrecht am Beispiel der Inhaltskontrolle Allgemeiner Geschäftsbedingungen im unternehmerischen Geschäftsverkehr

2019. XL, 1055 Seiten.

Jus Privatum 232

154,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-154817-8
lieferbar
Auch verfügbar als:
Volenti non fit iniuria. Dem Einwilligenden geschieht kein Unrecht. Die Vertragsfreiheit als legitimierende Grundlage rechtlicher Bindung ist für die Privatrechtsordnung konstitutiv. Gilt dieser Grundsatz auch unter den Bedingungen lediglich »verdünnter Freiheit«? Und welche Bedeutung kommt hierbei der Vertragsgerechtigkeit zu? In seiner vertragsdogmatischen Arbeit legt Matthias Wendland in Weiterentwicklung des Schmidt-Rimplerschen Vertragsmodells eine dogmatische Neukonzeption des Vertrages sowie des Konzepts der Vertragsgerechtigkeit vor und macht diese für Bestimmung der Reichweite der AGB-Kontrolle im unternehmerischen Geschäftsverkehr fruchtbar.
Die Grundsätze der Vertragsfreiheit und der Vertragsgerechtigkeit gehören zu den tragenden Rechtsprinzipien der Privatrechtsordnung. Die Bestimmung ihres Verhältnisses zueinander zählt seit jeher zu jenen Grundfragen des Vertragsrechts, deren Beantwortung jeder Generation aufs Neue aufgetragen ist. Sie entscheidet darüber, ob und unter welchen Voraussetzungen die Rechtsordnung zur Vertragskorrektur im Wege richterlicher Inhaltskontrolle berufen ist. Ausgehend von einer Weiterentwicklung des klassischen Schmidt-Rimplerschen Vertragsmodells und einer Neukonzeption der Vertragsgerechtigkeit stellt Matthias Wendland die Frage nach der Legitimation und Reichweite der Inhaltskontrolle Allgemeiner Geschäftsbedingungen im unternehmerischen Geschäftsverkehr. Dabei führt er die aktuelle rechtspolitische Diskussion um eine Reform des AGB-Rechts auf die dogmatische Grundfrage des zugrunde liegenden Vertragsmodells zurück und legt einen Beitrag zur aktuellen Reformdebatte vor.
Personen

Matthias Wendland ist Privatdozent am Institut für Internationales Recht der Ludwig-Maximilians-Universität München und Inhaber der Lehrbefugnis für Bürgerliches Recht, Zivilverfahrensrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung sowie Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie.

Rezensionen

Folgende Rezensionen sind bekannt:

In: Zeitschr.f.d.ges.Versicherungswiss. — 2019, 219–222 (Christian Armbrüster)