Wechselwirkungen zwischen Art. 6 EMRK und nationalem Strafverfahrensrecht 978-3-16-159774-9 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Anna H. Albrecht

Wechselwirkungen zwischen Art. 6 EMRK und nationalem Strafverfahrensrecht

2020. XXI, 352 Seiten.
erscheint im November

Rechtsvergleichung und Rechtsvereinheitlichung 73

94,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Leinen
ISBN 978-3-16-159774-9
in Vorbereitung
Auch verfügbar als:
Art. 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention gewährleistet das Recht auf ein faires Verfahren. Anna H. Albrecht untersucht am Beispiel des Anwesenheitsrechts des Angeklagten in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung, wie sich das nationale Strafverfahrensrecht und die Vorgaben des Art. 6 EMRK wechselseitig beeinflussen.
Das Recht auf ein faires Verfahren gemäß Art. 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) gewährleistet nach der ständigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte die Fairness des Verfahrens insgesamt (»overall fairness«). Verkürzungen einzelner Verteidigungsrechte des Angeklagten können danach unter bestimmten Voraussetzungen innerhalb des Verfahrens ausgeglichen werden. Anna H. Albrecht leitet aus diesem Maßstab der Gesamtfairness ab, dass sich das nationale Strafverfahrensrecht und die Anforderungen des Art. 6 Abs. 1 und 3 EMRK an ebendieses wechselseitig beeinflussen. Sie analysiert, inwieweit der Gerichtshof solche Wechselwirkungen anzuerkennen bereit ist, und arbeitet sie am Beispiel des Rechts des Angeklagten auf Anwesenheit in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung heraus, indem sie das einschlägige englische und deutsche Recht vergleicht und in Beziehung zu der entsprechenden Gewährleistung in Art. 6 Abs. 1, 3 EMRK setzt.
Personen

Anna H. Albrecht Geboren 1982; Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Münster; 2006 Erstes Juristisches Staatsexamen; 2010 Promotion; 2011 Zweites Juristisches Staatsexamen; 2011–15 Akademische Rätin a.Z. am Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Wirtschaftsstrafrecht an der Universität Münster; 2014/2015 Forschungsaufenthalt an der University of Birmingham, Großbritannien (Feodor Lynen-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung); seit 2015 Juniorprofessorin für Strafrecht an der Universität Potsdam.


https://orcid.org/0000-0001-9967-2138

Rezensionen

Für diesen Titel liegen noch keine Rezensionen vor.