Denise Wiedemann
Zeitliche Anknüpfungsgerechtigkeit im Internationalen Ehegüterrecht der Europäischen Union
Rubrik: Online First
S. 1-36
(36)
Publiziert 07.07.2026
Beschreibung
Personen
Rezensionen
Auszeichnungen
Beschreibung
Der Beitrag untersucht die unwandelbare Anknüpfung der EU-Güterrechtsver ordnung. Diese erfasst nicht nur Gütersachen im engeren Sinne, sondern grundsätzlich sämtliche vermögensrechtlichen Beziehungen zwischen Ehegatten. Der Aufsatz zeigt zunächst in historisch-vergleichender Perspektive, dass dieser Ansatz im europäischen Kollisionsrecht ein Novum darstellt. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass Einschränkungen erwo-gen werden. Der Beitrag arbeitet zwei Ansätze solcher Begrenzungen heraus und untersucht sie näher: zum einen innerhalb des Anwendungsbereichs der Verordnung selbst, indem trotz des weiten Ausgangspunktes gegenüber den Bereichs ausnahmen letztlich wieder ein Güterrecht im engeren Sinne konturiert wird; zum anderen durch den Vorbehalt der Eingriffsnormen. Zugleich zeigt der Beitrag die Grenzen solcher Einschränkungen auf, die sich aus dem Wortlaut der Verordnung sowie aus der vom EuGH propagierten, nicht stets überzeugenden rechtsaktübergreifend einheitlichen Auslegung ergeben.