Die religiös-weltanschauliche Neutralität des Strafrechts 978-3-16-153766-0 - Mohr Siebeck
Rechtswissenschaft

Bijan Fateh-Moghadam

Die religiös-weltanschauliche Neutralität des Strafrechts

Zur strafrechtlichen Beobachtung religiöser Pluralität

2019. XIII, 438 Seiten.

Jus Poenale 16

89,00 €
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Leinen
ISBN 978-3-16-153766-0
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Die spezifischen Bedingungen religiös-weltanschaulicher Pluralität zu Beginn des 21. Jahrhunderts stellen die Strafrechtswissenschaft vor neue Herausforderungen. Neutralität und nicht Toleranz bildet das maßgebliche Konzept des Strafrechts für den Umgang mit den Folgeproblemen gesellschaftlicher Pluralisierung.
Die spezifischen Bedingungen religiös-weltanschaulicher Pluralität zu Beginn des 21. Jahrhunderts stellen die Strafrechtswissenschaft vor neue Herausforderungen. In seiner grundlagenorientierten Neubestimmung des Verhältnisses von Strafrecht und Religion entwickelt Bijan Fateh-Moghadam die religiös-weltanschauliche Neutralität als einen Grundlagenbegriff des Strafrechts. Im Wege einer am Neutralitätsgrundsatz ausgerichteten Rekonstruktion der Diskussionen über den materiellen Verbrechensbegriff, den Zweck der Strafe und die Anerkennung von religiösen Rechtfertigungs- und Entschuldigungsgründen werden dabei die Konturen eines allgemeinen Teils des Religionsstrafrechts sichtbar. Darauf aufbauend kann das Strafrecht konkrete Folgeprobleme religiöser Pluralisierung wie die strafrechtliche Bewertung der Knabenbeschneidung, die Legitimität von »Burka-Verboten« oder die Reichweite von Geistlichenprivilegien im Strafverfahren theoretisch kontrolliert lösen, ohne sich selbst religiös-weltanschaulich zu positionieren.
Personen

Bijan Fateh-Moghadam Geboren 1970; Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München; 2007 Promotion in München; ab 2009 Akademischer Rat a.Z. im Exzellenzcluster »Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne« der Universität Münster; 2015 Habilitation in Münster; seit 2016 Professor für Grundlagen des Rechts und Life Sciences-Recht an der Universität Basel.
https://orcid.org/0000-0001-9218-0309

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